Keine Lizenz für Bregenz, Rätsel bei Sturm

3. Mai 2005, 13:23
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Präsident Kartnig kündigt für Montag Pressekonferenz an - In Erster Liga U'siebenbrunn und Wörgl betroffen

Wien - Dem Trio SW Bregenz (T-Mobile-Bundesliga), SC Untersiebenbrunn und SV Wörgl (jeweils Red Zac Erste Liga) ist vom Senat 5 der österreichischen Fußball-Bundesliga in erster Instanz die Lizenz für die Saison 2005/2006 verweigert worden. Unklarheit herrscht bei Sturm Graz und Admira.

"Kein Kommentar", meinte Präsident Hannes Kartnig, der erst auf einer Pressekonferenz am Montag zum Thema Lizenzierung Stellung nehmen will. Die Admira muss laut Angaben von Pressesprecher Joseph Berthold "noch einige Unterlagen nachbringen." Berthold: "Das ist aber kein Problem, das ist nur reine Formsache."

Von der Bundesliga hat es auf Grund eines im Rahmen der Präsidentenkonferenz getroffenen Übereinkommens sowie aus Gründen der Verschwiegenheitspflicht keine öffentlichen Informationen gegeben. Die Entscheidung über Erteilung oder Verweigerung der Lizenz wird erst nach Abschluss des Verfahrens kommuniziert. Die vorläufigen Ergebnisse der ersten Instanz wurden im Laufe des Freitags lediglich an die Klubs weitergegeben.

Instanzenzug Gegen den Beschluss des Senat 5 können die Klubs innerhalb von zehn Tagen (also spätestens bis 9. Mai) beim Protestkomitee der Liga schriftlichen Protest einlegen. Die Entscheidung des Protestkomitees fällt dann bis spätestens 17. Mai. Sollte auch von diesem die Lizenz nicht erteilt werden, bestünde noch bis 24. Mai die Möglichkeit einer Klage gegen die Verweigerung der Spielgenehmigung vor dem Ständig Neutralen Schiedsgericht. Diese letzte Instanz hätte bis 31. Mai zu entscheiden, an diesem Tag muss die Bundesliga der UEFA die Liste der lizenzierten Vereine für die Saison 2005/06 übermitteln.

Auch Liga muss Kriterien erfüllen

Mit der Einführung des von der UEFA initiierten Klublizenzierungsverfahrens mit Beginn der Saison 2004/05 wurden nicht nur die Klubs verpflichtet, zahlreiche Kriterien für die Zulassung zu nationalen und internationalen Wettbewerben zu erfüllen. Auch die heimische Bundesliga hat sich als Lizenzgeber unter den Aspekten der Transparenz, Kontinuität, Vertraulichkeit und Unabhängigkeit zu organisieren. Ziel des Lizenzierungszertifikats ist vor allem die Sicherstellung eines einheitlichen Verfahrens nach einheitlichen Kriterien für alle Lizenznehmer. (APA)

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