Iberische Halbinsel: Schlimmste Dürre seit Jahrzehnten

1. Mai 2005, 20:33
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Bauern befürchten Ernteausfälle - In Zentralspanien nur ein Viertel der üblichen Niederschlagsmengen

Madrid/Lissabon - Die Iberische Halbinsel erlebt die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten. In Spanien herrsche auf Grund ausgebliebener Regenfälle eine "extreme Trockenheit", teilte das Nationale Meteorologische Institut am Freitag in Madrid mit. Der vorige Herbst und Winter seien die regenärmsten seit 1947 gewesen. Im Winter sei in Spanien insgesamt nur ein Drittel der normalen Menge an Niederschlägen gefallen, in den Regionen Zentralspaniens weniger als ein Viertel.

Portugal befürchtet gewaltige Ernteausfälle

In Portugal befürchten die Bauern infolge der Dürre riesige Ernteausfälle im Wert von 1,8 Milliarden Euro. Dies entspräche 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. Im Süden des Landes haben die meisten Landwirte nichts ausgesät, weil auf den ausgedörrten Feldern ohnehin nichts gedeihen würde. Luís Catarro in der Region Alentejo sagte der Zeitung "Diario de Noticias": "Ich habe auf zehn Hektar Tomaten gesät. Es sollte längst alles grün sein. Aber es wächst nichts. Ich hätte es so wie meine Kollegen machen und mir die Aussaat sparen sollen." (APA/dpa)

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