Prodi glaubt an Machtwechsel

9. Mai 2005, 13:34
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Ergebnisse der letzten Regionalwahlen seien deutlich - Sieht keine Verbesserung der Wirtschaft

Bozen - Nach Ansicht des Führers des italienischen Mitte-Links-Blocks und früheren EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi stehen die Zeichen für einen Machtwechsel bei den nächsten Parlamentswahlen in Rom gut. Die Ergebnisse der letzten Regionalwahlen in Italien würden einen deutlichen Trend aufweisen, sagte er am Freitag in Bozen.

Klares Ergebnis

Auch wenn es lokale Wahlen gewesen seien, hätten immerhin vier Fünftel der Bevölkerung in 14 Regionen abgestimmt. Zudem sei das Ergebnis derart klar gewesen, dass es mehr als nur lokale Bedeutung habe, meinte Prodi am Rande einer Wahlveranstaltung für die bevorstehende Gemeinderatswahl in Südtirol vor Journalisten.

Prodi, der sich seit seiner Rückkehr in die italienische Politik für eine Einigung der Mitte-Links-Parteien einsetzt, sah den Grund für den großen Erfolg in der Einheit. Er unterstrich auch, dass er noch nie so viel Willen zur Einheit erlebt habe wie jetzt.

Morderne Politik

Die Äußerungen Silvio Berlusconis, die Kur für die Wirtschaft in Italien würde Erfolge zeigen, wies Prodi zurück. "Welche Kur", meinte er scherzend und fügte hinzu, dass zur Verfügung stehenden Daten Besorgnis erregend seien.

Zum Verhältnis zur Südtiroler Volkspartei meinte Prodi, dass dieses gut sei. Man würde die eigenen Positionen klarstellen und dann nach Lösungen suchen. Man habe auch immer den Kompromiss gefunden. Als er noch Ministerpräsident gewesen sei, habe man ein sehr gutes Verhältnis zur SVP gehabt und habe trotzdem immer gestritten. Dies sei die "moderne Art, Politik zu machen und zu Ergebnissen zu kommen". (APA)

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    Romano Prodi sieht einen deutlichen Trend

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