Oö. VKB-Bank mit kräftigen Zuwächsen

20. Mai 2005, 16:46
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"Ausgewogenes und kontinuierliches Wachstum" - Repräsentanz im Grenzraum zu Bayern angedacht - Institut will sich heuer besonders Firmenübernehmern widmen

Linz - Ein insgesamt "ausgewogenes und kontinuierliches Wachstum" hat die oberösterreichische VKB-Bank im Geschäftsjahr 2004 erzielt. Das berichtete Generaldirektor Gernot Krenner in der Bilanzpressekonferenz am Freitag in Linz. Das Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) wuchs um 45 Prozent auf 19,3 Mio. Euro, beim Jahresüberschuss konnte man mit plus 40,2 Prozent auf 13,6 Mio. Euro einen neuen Rekordwert verbuchen. Die Cost-Income-Ratio liege mit 68,3 Prozent im österreichischen Durchschnitt, so Krenner.

Bilanzsumme legte 1,7 Prozent zu

Das Geschäftsvolumen der VKB-Bank stieg 2004 gegenüber dem Jahr zuvor um 3,5 Prozent auf 2,915 Mrd. Euro, die Bilanzsumme kletterte um 1,7 Prozent auf 1,971 Mrd. Euro. Die Eigenmittel nahmen um 8,6 Prozent auf 214 Mio. Euro zu. "Wir legen großen Wert auf einen großen Kapitalpolster", betonte Krenner. Beim Betriebsergebnis verzeichnete man ein moderates Plus von 0,4 Prozent auf 24,5 Mio. Euro.

Die Einlagen erhöhten sich 2004 um 4,1 Prozent auf 1,484 Mrd. Euro, samt Wertpapierkonten legte man um 5,7 Prozent auf 2,217 Mrd. Euro zu. Das Kreditvolumen nahm im Vorjahr um 2,9 Prozent auf 1,431 Mrd. Euro zu. "Während wir bei Euro-Finanzierungen eine Steigerung von 3,7 Prozent verbuchten, sind Fremdwährungskredite rückläufig", beschrieb Krenner den Trend.

Im laufenden Geschäftsjahr peilt der VKB-Chef ein um rund fünf Prozent höheres Betriebsergebnis an. Im ersten Quartal hätten insbesondere die Unternehmensfinanzierungen kräftig zugelegt.

Anhaltende Nachfrage aus Bayern

Ungünstigere Kreditzinsen und der Wegfall des Bankgeheimnisses in Deutschland würden der VKB-Bank derzeit ein Zusatzgeschäft im bayerischen Raum bescheren, berichtete Krenner. Sollte die Nachfrage dort anhalten, "und derzeit schaut es ganz danach aus", so der Generaldirektor, überlege man die Gründung einer Repräsentanz im Grenzgebiet. Diese Entscheidung werde innerhalb der nächsten zwei Jahre getroffen. Als erster Schritt sei zunächst ein gezielter Außendienst von der Geschäftsstelle in Braunau aus geplant.

Da in den nächsten drei Jahren in Oberösterreich rund 10.000 Klein- und Mittelbetriebe mit bis zu 80.000 Arbeitsplätzen vor der Übergabe an die nächste Generation stünden, wolle man sich heuer besonders den Firmenübernehmern widmen, betonte Vorstandsdirektor Albert Wagner. Man wolle sich in diesem nicht unproblematischen Bereich profilieren. Von 100 Familienunternehmen würden nur 30 den Übergang in die zweite und gar nur zehn den Übergang in die dritte Generation überstehen. 50 eigens geschulte Firmenkundenberater der VKB-Bank stünden bereit. "Gerade in diesem Bereich wollen wir auch neue Kunden ansprechen", betonte Wagner.

Neuer Höchststand bei Spareinlagen

Bei den Spareinlagen verzeichnete die VKB-Bank mit 967 Mio. Euro im Vorjahr einen neuen Höchststand. Damit würden zwei Drittel der Einlagen auf Sparbüchern liegen. "Das Sparbuch ist beliebter denn je", erklärte Wagner, wobei die Anleger kurze Laufzeiten bis zu zwei Jahren bevorzugen würden. (APA)

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