Miele kann im Jubiläumsjahr saubere Zahlen vorlegen

9. Mai 2005, 13:40
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Haushaltsgerätehersteller feiert zur 50-jährigen Marktpräsenz in Österreich weltweit Umsatzzuwächse - Marktführer im Hochpreissegment

Wien - Der deutsche Haushaltsgerätehersteller Miele kann in Österreich derzeit seine 50-jährige Präsenz und für 2004 einen konstanten Umsatz von 148 Mio. Euro feiern. Weltweit erwirtschaftete das Familienunternehmen rund 2,2 Mrd. Euro und damit ein Plus von 2,5 Prozent.

Miele Österreich beschäftigt 623 Mitarbeiter und ist damit einer der größten regionalen Arbeitgeber in Salzburg. Dies wird auch in Zukunft so bleiben, versichert Reinhard Zinkann, Chef des Miele-Konzerns und Urenkel des Firmengründers, auf STANDARD-Anfrage dezidiert. An Personalabbau sei in Österreich "sicher nicht gedacht." In Deutschland wird das Unternehmen "von 11.124 Stellen sozial verträglich 1100 abbauen," so Zinkann. Weltweit beschäftigt die Traditionsfirma mehr als 15.000 Personen.

Miele Österreich mit der Zentrale in Wals und Niederlassungen in Graz und Wien ist nach eigenen Angaben mit seinen im hochpreisigen Premiumsegment angesiedelten großen Haushaltsgeräten, der so genannten Weißware, "mit 20,7 Prozent Marktführer."

Internet-Preisdruck

Stolz verweist Miele Österreich-Chef Josef Vanicek darauf, dass "die heimische Niederlassung derzeit den zweithöchsten Pro-Kopf-Umsatz in der gesamten Gruppe erzielt." Zu den Wachstumsbereichen zählen vor allem Küchengeräte, so Vanicek. Generell sei der Hausgerätemarkt jedoch bei einem Volumen von 650 Mio. Euro angelangt und damit seit drei Jahren rückläufig. Besonderer Druck gehe dabei vom steigenden Preiswettbewerb und dem Internet als starken Vertriebskanal aus.

Trotzdem ist Zinkann mit Blick auf die Umsatzentwicklung seines Hauses auch für heuer optimistisch. Er freut sich jedenfalls "für das Unternehmen auch weiterhin in Jahrzehnten denken bzw. es nicht in Quartalsberichten tun zu müssen." Soll heißen: "Miele wird nicht an die Börse gehen." Zinn kann mit Blick auf das über hundert Jahre alte Unternehmen: "Wir setzen auf organisches Wachstum, das von innen heraus finanziert wird." (bach, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.4.2005)

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