Neue Antibiotika wirken gegen Borreliose

6. Mai 2005, 13:16
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Erste Studien in Frankfurt - allerdings noch weiterführende klinische Therapiestudien erforderlich

Frankfurt/ Main - Erstmals haben Experten die Wirksamkeit neuer Antibiotika gegen Borreliose nachgewiesen. In Studien konnten Wissenschafter der Universität Frankfurt am Main zeigen, dass neben bereits bekannten Mitteln auch moderne Chinolone und neu entwickelte Antibiotika-Klassen wie die so genannten Ketolide gegen die am häufigsten von Zecken übertragene Krankheit erfolgreich sind.

Die Untersuchungen sind deshalb von großer Bedeutung, weil Borrelien bisher angewendete Therapien durchaus überleben können, erläuterte der Mikrobiologe Klaus-Peter Hunfeld. Vor dem Einsatz in der Praxis sind allerdings noch weiterführende klinische Therapiestudien erforderlich.

Symptome

Nach einer Infektion kommt es in der Regel zu Hautreaktionen, die oft von selbst wieder verschwinden. Daneben können auch eine Reihe schwererer Symptome auftreten, die neben der Haut vor allem das Nervensystem und die Gelenke betreffen.

"Normalerweise gelangen die Borrelien erst nach längerem Blutsaugen mit dem Speichel der Zecke in den menschlichen Körper. Wenn eine Zecke vor Ablauf innerhalb von 24 bis 48 Stunden entfernt wird, ist eine Infektion eher unwahrscheinlich", sagte Hunfeld.

Laut Schätzungen ist in Österreich rund ein Drittel der Zecken potenzieller Überträger der so genannten Borrelien. Allerdings führt nicht jeder Biss zu einer Erkrankung. Typische Symptome sind zu Beginn ein mehr oder weniger runder, roter Hof um die ehemalige Bissstelle. Die Entzündung dehnt sich in Folge flächig aus und kann zunehmend auch Schmerzen verursachen. (APA/AP)

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    Borreliose wird von Zecken übertragen.

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