Atypische Antipsychotika erhöhen Mortalitätsrisiko bei Demenzpatienten

6. Mai 2005, 13:16
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US-Zulassungsbehörde FDA fordert Warnhinweise auf Verpackungen

New York - Bei älteren Demenzpatienten erhöhen so genannte atypische Antipsychotika das Mortalitätsrisiko deutlich. Aus diesem Grund hat die US-Zulassungsbehörde FDA die Hersteller der gängigen Arzneimittelklasse aufgefordert, auf den Verpackungen Warnhinweise anzubringen.

Zuvor hatte eine Analyse von 17 Studien ergeben, dass diese Medikamente, zu der etwa Olanzapin oder Risperidon zählen, die Sterblichkeit von Demenzpatienten um das 1,6- bis 1,7-Fache erhöhen. Bereits in den vergangenen Jahren waren die Mittel mit einer erhöhten Gefahr für Fettleibigkeit, Diabetes oder Schlaganfall in Verbindung gebracht worden.

Im vergangenen Jahr waren Ärzte in Europa und Kanada über die Risiken einer hohen Dosierung von Olanzapin oder einer Kombination des Mittels mit Benzodiazepanen unterrichtet worden. In den USA blieb dagegen eine ähnliche Aufklärung der Mediziner aus, wie das "British Medical Journal" berichtet. Das Medikament war im Jahr 2003 mit einem weltweiten Umsatz von 4,3 Milliarden Dollar (rund 3,3 Milliarden Euro) das am viertbesten verkaufte Arzneimittel. (APA/AP)

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