Deutsche Regulierungsbehörde senkt Miete für die "letzte Meile"

9. Mai 2005, 11:10
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Telekom-Wettbewerber zahlen zehn Prozent weniger

Mit ihrer Gebührenerhöhung für die "letzte Meile" ist die Deutsche Telekom an der Regulierungsbehörde gescheitert. Die Wettbewerbshüter für Telekom und Post entschieden am Freitag in Bonn, statt der beantragten Erhöhung der monatlichen Miete für den Zugang zum Endverbraucher im Ortsnetz müsse die Telekom die Preise für ihre Konkurrenten ab April um zehn Prozent senken.

"Sachgerecht und kostenorientiert"

Der Präsident der Regulierungsbehörde, Matthias Kurth, bezeichnete den neuen Preis als "sachgerecht und kostenorientiert" und als "Garant für einen langfristig angelegten und stabilen Wettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt".

Die Telekom, die im Ortsnetz noch ein weitgehendes Monopol besitzt, hatte eine Erhöhung der monatlichen Gebühr von derzeit 11,80 Euro auf 17,40 Euro beantragt. Stattdessen verfügte der Regulierer eine Preissenkung auf 10,65 Euro. Zuletzt hatte die Behörde im Mai 2003 die monatliche Miete für die "letzte Meile" von 12,48 Euro auf 11,80 Euro gesenkt. Verbraucherschützer und der Branchenverband VATM hatten diese Preissenkungen damals als nicht ausreichend kritisiert.(APA)

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