Europas Telekomprovider investieren wieder mehr

9. Mai 2005, 11:10
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2005 sollen 44,3 Milliarden Euro in Infrastrukturausbau fließen

Die europäischen Telekomprovider haben im vergangenen Jahr ihr Investitionsvolumen (Capital Expenditure - Capex) deutlich aufgestockt. Auch 2005 soll die Höhe der Investitionen noch einmal gesteigert werden. 2004 legte das Investitionsvolumen der europäischen Provider gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf 40,6 Mrd. Euro zu. Im laufenden Jahr sollen insgesamt Investitionen im Wert von 44,3 Mrd. Euro - ein Plus von neun Prozent - unter anderem in den Ausbau der Infrastruktur fließen. Das geht aus der halbjährlichen "Service Provider Capex Analysis (Europe)" des Bostoner Marktforschungsinstituts Infonetics Research hervor.

Anstieg

Der Gesamtumsatz der europäischen Service Provider kletterte nach den Berechnungen von Infonetics im vergangenen Jahr um zwei Prozent auf 306 Mrd. Euro. Ein Großteil des Wachstums ist dabei auf die Mobilfunkbetreiber zurückzuführen, die im Jahr 2003 beim Umsatz um zwölf und im Jahr 2004 um acht Prozent zulegten. Der Umsatz der etablierten Telekoms stagnierte dagegen seit dem Jahr 2001, soll aber im laufenden Jahr um drei Prozent zulegen.

Anteilig

Damit geben die europäischen Provider mittlerweile rund 13 Prozent ihrer Umsätze für Investitionen aus. Laut Infonetics ein gesundes, zukunftsfähiges Verhältnis, das im laufenden Jahr weiter anhalten soll. "Nachdem wir in den Jahren 2002 und 2003 bei den europäischen Providern starke Einschnitte bei den Investitionsausgaben gesehen haben - einige haben um bis zu 80 Prozent gekürzt - ist der Capex 2004 wie erwartet gestiegen", sagte Infonetics-Analyst Kevin Mitchell. Laut Mitchell geht es mit den Investitionsausgaben auch im laufenden Jahr aufwärts. (pte)

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