Pentagon gibt Fotos von Soldatensärgen auf Druck von Bürgerrechtlern frei

3. Mai 2005, 11:57
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Antragsteller berief sich auf Gesetz zur Informationsfreiheit

Washington - Auf Druck von Bürgerrechtsverfechtern hat das Pentagon hunderte Fotos von Särgen getöteter US-Soldaten freigegeben. Bisher hatte es das US-Verteidigungsministerium stets abgelehnt, die von Militärfotografen gemachten Aufnahmen zu veröffentlichen. Auch die Presse durfte bei Zeremonien zur Ankunft von Soldatensärgen in den USA nicht fotografieren. Zur Begründung wurde die Wahrung der Privatsphäre der Hinterbliebenen genannt. Kritiker warfen der Regierung vor, die hohe Zahl von Opfern der Kriege in Afghanistan und dem Irak verschleiern zu wollen.

Die Fotos wurden am Donnerstag auf Antrag von Ralph Begleiter freigegeben, einem Professor an der Universität von Delaware und ehemaligem CNN-Korrespondenten. Er berief sich auf das Gesetz zur Informationsfreiheit und machte geltend, dass die Aufnahmen der Öffentlichkeit zugänglich sein müssten. Das Pentagon veröffentlichte die meisten Fotos ohne jeglichen Text, so dass unklar blieb, wann und wo sie gemacht wurden und wen sie zeigen. Auf den meisten waren Soldaten zu sehen, die Särge tragen oder vor in die US-Flagge gehüllten Särgen salutieren. Gesichter und Namensschilder waren unkenntlich gemacht. (APA/AP)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Die undatierten Aufnahmen des Pentagon zeigt Särge von Soldaten an Bord eines US-Flugzeugs.

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