Präsidentschaftskandidat bei Attentat verletzt

24. Mai 2005, 12:04
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Erkinbajew glaubt an politisch motiviertem Anschlag und warnt vor Bürgerkrieg - Durchschuss an der Nase

Bischkek - Der kirgisische Präsidentschaftskandidat Bajaman Erkinbajew ist bei einem versuchten Mordanschlag verletzt worden. Unbekannte hätten am Donnerstagabend im Stadtzentrum von Bischkek aus einem Auto auf ihn geschossen, berichtete Erkinbajew am Freitag vor dem Parlament. Er sei überzeugt, dass es sich um einen politisch motivierten Anschlag im Vorfeld der Präsidentschaftswahl handle.

Er habe Glück, dass er das Attentat überlebt habe, sagte Erkinbajew, dessen Nase von dem Schuss durchschlagen wurde und der einen Verband trug. Der Politiker sagte, er habe eine Vermutung, wer seine Angreifer waren. Namen nannte er nicht, warnte jedoch vor einem drohenden Bürgerkrieg: "Jetzt schießen sie schon auf Politiker. Noch kann man das stoppen. Doch wenn ein Bürgerkrieg losbricht, wird es zu spät sein."

Am 24. März hatten Demonstranten den Amtssitz von Staatspräsident Askar Akajew gestürmt. Akajew floh nach Moskau und trat später zurück. Zum Übergangspräsidenten und Regierungschef wurde der Oppositionspolitiker Kurmanbek Bakijew ernannt. Er tritt ebenfalls zur Wahl an, die am 10. Juli stattfinden soll. Dem jetzt angeschossenen Erkinbajew werden nur geringe Chancen eingeräumt.

Neben seiner eigenen Kandidatur unterstützt der reiche Geschäftsmann jedoch auch die Sozialistische Partei, die hinter dem aussichtsreichen Präsidentschaftskandidaten Felix Kulow steht. (APA)

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    Bajaman Erkinbajew wurde an der Nase verletzt

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