Lawrow: Putins Idee einer Nahost-Konferenz wurde missverstanden

2. Mai 2005, 10:58
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Russischer Außenminister: Präsident hat lediglich ein Expertentreffen gemeint

Jerusalem - Nach ablehnenden Reaktionen aus den USA und Israel ist Russland am Donnerstag von seinem Vorschlag einer Nahost-Konferenz wieder abgerückt. Präsident Wladimir Putin sei mit seiner Idee einer internationalen Konferenz im Herbst in Moskau missverstanden worden, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow.

Putin habe lediglich ein Treffen von Experten gemeint und nicht ein Gipfeltreffen. Die Expertengespräche sollten "auf hoher Ebene und im Zusammenhang mit einer Fortsetzung des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses" stattfinden, sagte Lawrow weiter. "Daran ist doch nichts Ungewöhnliches."

Quartett

Putin hatte am Vortag während seines Besuches in Kairo eine internationale Konferenz vorgeschlagen "unter Beteiligung aller betroffenen Staaten und des Quartetts". Russland ist selbst Teil des so genannten Nahost-Quartetts, das in dem Konflikt vermittelt. Die übrigen Vertreter sind die USA, die Vereinten Nationen und die Europäische Union.

Der israelische Vize-Ministerpräsident Ehud Olmert sagte am Donnerstag gegenüber einem Fernsehsender, Putin habe den Vorschlag während seines Gespräches mit Ministerpräsident Ariel Sharon nicht erwähnt. Die USA hatten erklärt, die Zeit sei für eine internationale Konferenz noch nicht reif. (APA/Reuters)

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