"Tempo-Sheriff": Jeder darf privat Temposünder jagen

5. Mai 2005, 18:23
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Polizist aus Baden soll in seiner Freizeit mit zwei privaten Radargeräten Raser gejagt haben

Wien - Theoretisch kann sich jeder Österreicher als privater "Tempo-Sheriff" betätigen. Das bestätigte Oberstleutnant Rudolf Gollia, Sprecher des Innenministeriums. Ein Polizist aus Baden soll in seiner Freizeit mit zwei privaten Radargeräten in elf Gemeinden Raser gejagt haben, berichtete die "Neue Kronenzeitung". Laut Gollia handle es sich dabei um einen Stadtpolizisten, der der Gemeinde unterstellt sei.

Radarmessungen durch Privatanbieter

Derartige Radarmessungen durch Privatanbieter gebe es in Österreich bereits vielfach, sagte Gollia. So etwa in der Stadt Graz, in Osttirol oder auch in Purkersdorf. Auch die Section Control der Asfinag sei nichts anderes. 80 Prozent der Strafgelder würden dem Straßenbetreiber zufallen, 20 Prozent gehen an das Innenministerium.

Aussage gegen Aussage

Theoretisch könne man jemanden auch dann bei der Polizei anzeigen, wenn man mit bloßem Auge eine Geschwindigkeitsübertretung festgestellt haben will, so der Sprecher des Innenministeriums. Das sei aber kaum zielführend: "Dann steht nämlich Aussage gegen Aussage." (APA)

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    In Österreich gibt es einige Radarmessungen durch Privatanbieter

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