Bakterien in Mini-Computer verwandelt

4. Mai 2005, 16:12
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Synthetische Biologie eröffnet neue Dimension der Zellnutzung

Princeton - Wissenschaftern der Princeton University ist es gelungen lebende Bakterien in kleine Minicomputer zu verwandeln, indem sie diese dazu programmierten miteinander zu kommunizieren und anhand eines Farbcodes miteinander zu agieren. Dieses Feature liefert einen wichtigen Grundsatzbeweis in dem derzeit aufstrebenden Wissensgebiet der "Synthetischen Biologie", das darauf abzielt lebendige Zellen nutzbar zu machen um feindliche Zellen zu erspüren, Strukturen aufzubauen sowie Gewebe und Organe zu reparieren. Die Ergebnisse der Studie sind heute, Donnerstag, im Magazin Nature publiziert worden.

Bakterielle Leuchtfeuer

Die Forscher programmierten E. coli-Bakterien dazu rot oder grün fluoreszierendes Licht zu emittieren, wenn sie auf ein bestimmtes Signal stoßen, das von anderen E. coli Bakterien versendet wird. So schimmerten die Zellen in grünem Fluoreszenzlicht als sie auf eine höhere Dosis der Signalchemikalie stießen und leuchteten rot, wenn die Dosis geringer war. "Wir bewegen uns auf einem ganz neuen Untersuchungsgebiet, denn unser Ziel liegt nicht nur in der Programmierung einzelner Zellen. Vielmehr sollen Millionen und Milliarden Zellen die von uns programmierten Befehle ausführen. Und das ist in diesem Projekt gelungen, denn wir konnten den Zellen die Fähigkeit geben Nachrichten zu senden, auf die andere Zellen reagierten", erklärte Studienleiter Ron Weiss. (pte)

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    Escherichia coli-Bakterien.

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