Europarat: Lösegeldzahlungen gefährden Journalisten

11. Mai 2005, 22:29
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Noch mindestens fünf Journalisten in den Händen von irakischen Geiselnehmern

Der Europarat hat seine 46 Mitgliedsländer dazu aufgerufen, zum Schutz der Journalisten nicht auf Lösegeldforderungen von Kidnappern in Krisengebieten einzugehen. In einer am Donnerstag in der Parlamentarischen Versammlung der Organisation mit nur einer Gegenstimme verabschiedeten Resolution heißt es: "Die Erfüllung der Forderungen von Terroristen wie etwa die Zahlung hoher Summen an die Entführer erhöhen das Risiko anderer Journalisten in den Krisengebieten erheblich." Darunter leide auch die Öffentlichkeit, weil sie weniger wertvolle Informationen erhalte.

In der Entschließung verurteilten die Abgeordneten ausdrücklich die Situation im Irak, wo zahlreiche Journalisten verschwunden und ermordet worden seien. Derzeit befänden sich dort noch mindestens fünf Journalisten in den Händen von Geiselnehmern, darunter die Französin Florence Aubenas. (APA/dpa)

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