Filmpiraten in den USA drohen drei Jahren Haft

19. Mai 2005, 18:15
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Anti-Raubkopierer-Gesetz von Bush abgesegnet

Am Mittwoch unterzeichnete der US-Präsident George Bush den so genannten Details zum Family Entertainment and Copyright Act of 2005 (FECA). Das auch als "Anti-Raubkopierer-Gesetz" bekannte Gesetz sieht bis zu dreijährige Haft- und bis zu 250.000 Dollar Geldstrafen für Personen vor, die illegale Kopien im Internet verbreiten.

Doppeltes Strafmaß

Das doppelte Strafmaß erwartet Wiederholungstäter. Raubkopierer, denen nachgewiesen werden kann, dass sie kommerzielle Interessen verfolgt haben, droht eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren. Das Gesetz ist größtenteils eher vage formuliert, so dass die Straftatbestände breit ausgelegt werden können. Laut ersten Meldung ist zu erwarten, dass durch FECA jede/r AnwenderIn, der/die geschützte Filme, Musiktitel oder Softwarekopien in Tauschordner stellt und anderen zum Download anbietet, nun nach diesem Gesetz verfolgt werden kann.

Schwere Zeiten

Ein weiterer Paragraph des Gesetzes läutet schwere Zeiten für Besucher von US-Kinos ein. So wird bereits das Mitführen von Digitalkameras als Kopier-Versuch gewertet und kann daher als Klagegrund angeführt werden. Auf der anderen Seite dürfen sich die Hersteller von so genannten "ClearPlay"-Geräten, die anstößige Inhalte aus Filmen und Fernsehprogrammen filtern, freuen; sie gelten nach dem Gesetz nicht mehr als Urheberrechtsverletzer und dürfen ihre Produkte ohne Angst vor möglichen Klagen in den Handel bringen.(red)

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