USA beharren auf Ölgeschäfte

24. Mai 2005, 11:32
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Außenministerin Rice: "Ziemlich sicher, dass wirtschaftliche Zusammenarbeit weitergehen wird"

Bogotá - Die Vereinigten Staaten wollen sich trotz der verschärften politischen Spannungen mit der Regierung in Caracas auch künftig auf venezolanisches Öl stützen. Der Kauf von Öl in Venezuela habe sich über lange Zeit bewährt, und deshalb sei es "ziemlich sicher, dass diese wirtschaftliche Zusammenarbeit weitergehen wird", sagte US-Außenministerin Condoleezza Rice am Mittwoch bei einem Besuch in Venezuelas Nachbarland Kolumbien. Die USA beziehen rund 15 Prozent ihres Öls aus Venezuela.

Die Ministerin bekräftigte in Bogota ihre Kritik an der Regierung in Caracas: "Wir sorgen uns um Venezuelas Vorgehen in dieser Region, das destabilisierend wirken könnte, und um das innenpolitische Vorgehen der venezolanischen Regierung, das ihre Verpflichtung auf die Demokratie in Frage stellt." Nach ihrem Besuch in Kolumbien wollte Rice nach Chile und El Salvador weiterreisen.

Zukunft

Rice zeigte sich vor Journalisten enttäuscht, dass der Streit mit Venezuela ihre Reise durch vier lateinamerikanische Länder überschattet: "Bei dieser Reise geht es nicht um Venezuela, es geht um die Zukunft dieser Hemisphäre", stellte sie klar. Bei einem Treffen mit der kolumbianischen Außenministerin Carolina Blanco sagte Rice die weitere Unterstüzung der USA im Kampf gegen den Drogenanbau und -handel in Kolumbien zu. Seit 2000 haben die USA Kolumbien 3,3 Milliarden Dollar für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. (APA/AFP)

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