Simpler Trick, großer Schaden

2. Mai 2005, 17:04
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Betrüger bot Elektronikgeräte gegen Vorauskasse im Internet an - Der Wiener Polizei entwischte der Täter knapp

Wien - Recht einfach machten es die Opfer einem Unbekannten, der mit einem Trick rund 85.000 Euro Schaden anrichtete: Sie überwiesen den verlangten Betrag für scheinbar günstige elektronische Geräte im Voraus. Der Wiener Polizei entwischte der Täter knapp.

Gefälschter französischer Pass

Mit einem gefälschten französischen Pass habe der Mann ein Bankkonto eröffnet, berichtet Gerhard Winkler von der Kriminaldirektion 1. "Auf einer recht professionell gestalteten Webpage hat er diverse Geräte um ein Drittel unter dem üblichen Verkaufspreis angeboten", schildert der Ermittler. Im Internetauktionshaus Ebay inserierte der Unbekannte dann und leitete Interessenten aus der ganzen Welt auf seine Seite.

Weiter aktiv

Die Bezahlung verlangte er allerdings sofort, rund 150 Menschen stiegen darauf ein. "Offenbar setzt bei manchen die Gier die Vernunft außer Kraft", kommentiert Winkler. Die Beamten verfolgten die Spur, als der Mann in der Bank wieder auftauchte, entwischte er aber vor dem Eintreffen der Kriminalisten. Er dürfte weiter aktiv sein, glaubt Winkler.

Auffällige Bestellungen

Auch bei einer Tiroler Versandfirma macht man sich Sorgen: Dort wurden in jüngster Zeit mehrere auffällige Bestellungen getätigt. Personen mit französischen Webmail-Adressen orderten 359 Euro teure Spielkonsolen und ließen sie nach Italien und in die Niederlande schicken. Die verwendeten Kreditkarten mit den gleichen Anfangsziffern sind zwar gültig, das Unternehmen fürchtet aber, dass die Besteller untertauchen, wenn die Abrechnung fällig ist und sie auf dem Schaden sitzen bleiben. (moe, DER STANDARD Printausgabe 28.4.2005)

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