UN-Friedenstruppen im Südsudan eingetroffen

15. Mai 2005, 12:41
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Friedenseinsatz hat mit der Stationierung von zwölf nepalesischen Soldaten begonnen - Insgesamt 10.000 Soldaten erwartet

El Obeid - Mit der Stationierung von zwölf nepalesischen Soldaten im Südsudan haben die Vereinten Nationen (UNO) am Mittwoch ihren Einsatz in der früheren Bürgerkriegsregion begonnen. Die UNO-Friedenstruppen sollen dort die Umsetzung eines im Jänner unterzeichneten Friedensvertrages zwischen der sudanesischen Regierung und den südsudanesischen Rebellen überwachen.

Die nepalesischen Soldaten landeten am frühen Morgen in El-Obeid im Westen des Landes. Auch ein halbes Dutzend Lastwagen und weitere technische Ausrüstung wurden in das Land gebracht. Die Truppen werden vor allem als militärische Beobachter und zum Schutz der Zivilbevölkerung eingesetzt.

"Sie sind die ersten, der Beginn der Stationierung vor Ort", erklärte eine UN-Sprecherin. Das nepalesische Kontingent soll in den nächsten Monaten auf 225 Soldaten erhöht werden. Sie werden Teil der insgesamt 10.000 UN-Friedenssoldaten sein, an denen unter anderem auch Soldaten aus Deutschland, China, Kenia, Sambia und Ägypten beteiligt sind. Spätestens im September sollen alle ausländischen Truppen im Süden des Sudans stationiert sein.

Während des mehr als 20 Jahre andauernden Konfliktes sind in der Region rund zwei Millionen Menschen ums Leben gekommen, weitere vier Millionen wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Ausgelöst wurden die Unruhen 1983, als Regierungstruppen versuchten, im christlich-geprägten Süden das islamische Rechtssystem Scharia durchzusetzen. (APA/Reuters)

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