EU-Kommission zahlt für Aceh-Friedensverhandlungen 270.000 Euro

19. Mai 2005, 20:58
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Vermittlungsbüro-Chefin ist "glücklich", dass die europäischen Steuerzahler den Friedensprozess unterstützen

Helsinki - Die Europäische Union ist der Haupt-Finanzier für die seit Ende Jänner in wiederholten Gesprächsrunden in der finnischen Hauptstadt Helsinki stattfindenden Friedensgespräche über die indonesische Bürgerkriegsprovinz Aceh. Die Direktorin des Vermittlungsbüros des ehemaligen finnischen Präsidenten Martti Ahtisaari, Pauliina Arola, bezifferte die von der EU-Kommission bereitgestellte Summe mit 270.000 Euro.

Arola schrieb in einer Einsendung an die finnische Tagezeitung "Helsingin Sanomat", Friedensprozesse dieser Art seien eben "recht teuer". Sie sei jedoch "glücklich, dass die europäischen Steuerzahler diese Arbeit unterstützen wollen". Ihren Angaben zufolge wird die von der Kommission im Rahmen ihres Schnellfinanzierungsprogramms bereitgestellte Summe für Reise- und Unterbringung der Delegationen, Hintergrund-Studien sowie für persönliche und Informationsspesen aufgewendet.

Nächste Verhandlungsrunde Ende Mai

Zusätzlich stellte laut Arola das finnische Außenministerium für die ersten beiden Gesprächsrunden bisher 25.000 Euro sowie den Verhandlungsort, den Landsitz Königstedt nördlich von Helsinki, zur Verfügung.

Bis Sommer hoffen die indonesische Regierung, die Rebellenbewegung Freies Aceh (GAM), ein umfassendes Abkommen über die Zukunft der von einem fast 30-jährigen Bürgerkrieg und der Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember gebeutelten Provinz zu erzielen. Zur Überwachung des Abkommens wird erwartet, dass sowohl die EU als auch die Organisation südostasiatischer Staaten (ASEAN), Personal bereitstellt. Die nächste Gesprächsrunde zwischen Vertretern der indonesischen Regierung und der GAM findet voraussichtlich vom 26. bis 31. Mai statt. (APA)

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