Ehemalige ISS-Besatzung zieht Bilanz

4. Mai 2005, 12:23
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Scharipow: Raumstation funktioniert ohne Shuttle-Flüge - kann so aber nicht ausgebaut werden

Moskau - Die zehnte Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ISS hat sich nach ihrem sechsmonatigen Flug über das strikte Alkoholverbot im Orbit beschwert. "50 Gramm Wein pro Tag wie für U-Boot-Matrosen bei langen Fahren würden Arbeit und Leben an Bord der ISS komfortabler machen", sagte Bordingenieur Salischan Scharipow (Russland) am Mittwoch in Koroljow bei Moskau. 50 Gramm entsprechen etwa zwei Schnapsgläsern Wein.

Die ISS könne ohne Flüge der amerikanischen Raumfähren nicht ausgebaut werden, aber normal funktionieren, sagten Scharipow und sein Kommandant Leroy Chiao (USA) nach Angaben der Agentur Itar-Tass. Die Bordsysteme seien intakt, an Nahrung und Trinkwasser mangle es nicht. "Selbst wenn die Shuttle-Flüge nicht wie geplant im Mai wieder aufgenommen werden, kann die elfte Langzeitbesatzung problemlos bis zur Ankunft eines nächsten russischen Progress-Raumtransporters auf der ISS arbeiten", erklärte Chiao.

Zwischen den Raumfahrern habe es keine Sprachprobleme gegeben. "Ich lernte Russisch und Salischan Englisch. Manchmal sprachen wir sogar Chinesisch und Usbekisch", berichtete der NASA-Astronaut. (APA/dpa)

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    Dekorierter Heimkehrer: Salischan Scharipow

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