Studie - Die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland ist online

3. Mai 2005, 10:12
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Nutzung zur Beschleunigung von Geschäftsabläufen

Etwa die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland können einer Studie zufolge an ihrem Arbeitsplatz das Internet nutzen. Dabei gehe es den Unternehmen vorwiegend um die Beschleunigung von Geschäftsprozessen. Ende 2004 hatten 48 Prozent der Beschäftigten Zugang zum Internet, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Mittwoch mitteilte.

Das seien sechs Punkte mehr als noch vor zwei Jahren und fast eine Verdoppelung seit 2000, als erst 27 Prozent der Beschäftigten bei der Arbeit online gewesen seien. 93 Prozent der rund 4.400 befragten Dienstleistungs- und Industrie-Unternehmen hätten mittlerweile einen Internetanschluss. Lediglich kleinere Firmen zögerten noch.

Mit fast 90 Prozent gab der überwiegende Teil der Unternehmen in der Studie an, das Internet zur Beschleunigung von Geschäftsabläufen zu nutzen. Mehr als drei Viertel der Firmen wollten zudem auf diese Weise bei den Sachkosten sparen. Dabei seien offenbar vor allem Preisvergleiche und die Bestellung günstiger Vorleistungen von Interesse. 69 Prozent der Unternehmen diene das Internet inzwischen als Beschaffungskanal. Ein Drittel davon bestellten intensiv über das Netz, die übrigen Unternehmen bräuchten das Internet dazu nur vereinzelt.

Der Studie zufolge wird das Internet auch immer öfter als Vertriebskanal eingesetzt: 48 Prozent der Unternehmen seien im Bereich E-Commerce online. Dabei vertreiben mehr Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen an andere Unternehmen als direkt an den Endkunden. Für Business-to-Business-Geschäfte nutzten 38 Prozent der Firmen das Internet, für Geschäfte mit dem Verbraucher nur 26 Prozent.(APA/Reuters)

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