Fellner-Zeitung: Größer als die "Krone", kleiner als die Großen

11. Mai 2005, 22:24
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"Finanzierung wird kein Problem sein" - "Wollen keinen Zeitungskrieg" - Demnächst Druckmaschinen bestellen

Zurückgekehrt von einem Aufenthalt im sonnigen Kalifornien, hat Wolfgang Fellner wieder ein paar Informationen zu seinem Tageszeitungsprojekt preisgegeben. Das Blatt werde in einem "neuen Format" erscheinen, sagte er der Branchenzeitschrift "Der österreichische Journalist": "Die 'Krone' ist zu klein, um wirklich informativ zu sein, und die gängigen Zeitungen sind zu unhandlich." Ein Gebäude inklusive "Newsroom" habe er bereits im Auge und "die Finanzierung wird kein Problem sein". Es gebe "viel mehr Angebote, als erwartet".

"Gegenseitige Befruchtung, keine Konkurrenz"

Wer sich an dem Abenteuer Tageszeitung beteiligen möchte, verriet "Wofe" freilich nicht. Die Stellung der Fellner-Brüder werde "eine sehr starke" sein, dazu werde man Partner haben, "die das symbolisieren, was diese Zeitung erreichen will: gegenseitige Befruchtung, keine Konkurrenz". Weder der "Kronen Zeitung" noch einer anderen Tageszeitung wolle man wehtun: "Wir treten hier nicht gegen jemand an, wir wollen keinen Zeitungskrieg, wir wollen auch nicht alles niedermähen." Die "Krone" richte sich ohnehin an eine andere, weil ältere Zielgruppe. "Ich sehe mich als Vertreter der 20- bis 49-Jährigen", so der 50-jährige Fellner, der sich nach eigenem Bekunden "wie 40" fühlt.

Demnächst sollen Druckmaschinen bestellt werden

"In den nächsten Wochen" sollen eigene Druckmaschinen bestellt werden. "Wir wollen ja keine Micky Maus-Zeitung machen, die in fünfzig Minuten Pause vom Drucklauf der 'Presse' oder einer anderen Zeitung heruntergedruckt wird." Das Interesse an einem Arbeitsplatz bei dem neuen Projekt sei groß: "Ich bekomme derzeit im Monat etwa 200 Bewerbungen für Redaktion, Marketing, Verlag. Ich stelle wirklich ein 'Dream Team' zusammen." Erst kürzlich war der Wechsel von "WirtschaftsBlatt"-Vorstandschef Wolfgang Zekert ins Fellner-Boot angekündigt worden (etat.at berichtete). (APA)

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