Äquatorialguinea: Vermisster Oppositionsführer in Spanien aufgetaucht

9. Mai 2005, 16:34
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Sechs Wochen nach seinem mysteriösen Verschwinden - Severo Moto sei in Kroatien entführt worden

Madrid - Sechs Wochen nach seinem mysteriösen Verschwinden ist der im spanischen Exil lebende Oppositionsführer des zentralafrikanischen Kleinstaates Äquatorialguinea, Severo Moto, nach Madrid zurückgekehrt. Bei einer Reise nach Kroatien sei er im Auftrag eines belgischen Waffenhändlers von Söldnern entführt worden, sagte Moto nach Presseberichten vom Sonntag in der spanischen Hauptstadt.

Die Männer hätten ihn von einer Yacht ins Meer stürzen und ertränken wollen. Sie hätten letztendlich aber von dem Vorhaben abgesehen und ihn freigelassen. Hinter dem Komplott hätten der Präsident Äquatorialguineas, Teodoro Obiang, und der spanische Geheimdienst gesteckt, versicherte Moto. Einer kroatischen Wochenzeitung hatte er zuvor gesagt, er sei nach einem Attentatsversuch aus Spanien geflüchtet.

Die Regierung in Madrid wies die Vorwürfe als Unsinn zurück. Moto wird in Äquatorialguinea von Obiang beschuldigt, einen Putschversuch in der spanischen Ex-Kolonie organisiert zu haben. Demgegenüber wirft die Opposition dem Obiang-Regime vor, dem Politiker seit Jahren nach dem Leben zu trachten. (APA/dpa)

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    Severo Moto befürchtet einen Mordkomplott gegen ihn.

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