Supercomputer für die Urknall-Forschung

4. Mai 2005, 12:23
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Bis zu 800 Gigabyte an Daten pro Sekunde sollen verarbeitet werden

Amsterdam - Die niederländische Astronomievereinigung ASTRON hat am Dienstag den nach ihren Angaben schnellsten Computer Europas vorgestellt. Das System aus einem Netzwerk von Radioantennen und dem IBM-Supercomputer "Blue Gene" solle im Rechenzentrum der Universität von Groningen in den Niederlanden künftig Erkenntnisse über den Ursprung des Universums liefern.

Der Supercomputer soll 2006 in Betrieb genommen werden. Mit einer Leistung von 27,4 Teraflops (Billionen Rechenschritte in der Sekunde) würde er nach IBM-Angaben in der weltweiten Liste der "Top 500" derzeit auf dem vierten Platz rangieren. Das System soll riesige Datenmengen berechnen und analysieren, die es von rund 25 000 Radioantennen des Netzwerks erhält.

Dabei werden IBM zufolge bis zu 800 Gigabyte an Daten pro Sekunde verarbeitet. Die schnellste Anlage der Welt ist derzeit "BlueGene/L" von IBM, die mit 70,72 Teraflops für die Proteinforschung eingesetzt wird. (APA/dpa)

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ASTRON
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    Das Hubble-Teleskop lieferte 2003 Bilder aus der frühen "Kindheit" des Universums, nur 380.000 Jahre nach dem Urknall

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