Pop-ups führen Kinder auf Porno-Seiten

9. Mai 2005, 11:23
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Bewusstsein der Eltern über Internet-Gefahren gestiegen

Jedes sechste achtjährige Kind ist beim Internet-Surfen bereits auf Pornoseiten gelandet. 40 Prozent aller Kinder zwischen acht und 13 Jahren sind beim Surfen auf Webseiten gestoßen, deren Besuch ihnen die Eltern verbieten würden. Dies sind einige Ergebnisse einer von Netratings Australia durchgeführten detaillierten öffentlichen Studie zum Internet-Gebrauch von Kindern in Australien. Pop-ups

"Die häufigste Art, wie Kinder auf 'verbotene' Sites kommen, ist über Pop-ups", sagte Jane Marquard, Mitglied der Australian Broadcasting Authority , die die Studie in Auftrag gegeben hat. So ist ein großer Teil der Kinder beim Surfen auf Homepages gelandet, deren Besuch ihnen eigentlich von den Eltern verboten worden ist - eine Tatsache, die den Eltern offenbar wesentlich mehr Sorgen bereitet als den Kindern. Denn 92 Prozent der befragten Eltern gaben an, dass sie über die Gefahren, denen ihre Sprösslinge durch Internet-Pornos ausgesetzt sind, am meisten besorgt sind. Der technikbegeisterte Nachwuchs der besorgten Altvorderen sieht dies freilich ganz anders: Für die Youngsters steht die Bedrohung durch Viren, Hacker und Spyware ganz oben auf der eigenen Besorgtheitsskala.

Instant Messaging

Eine weitere "Gefahrenquelle" für Kinder ist offensichtlich Instant Messaging (IM). Drei Prozent der Kleinen haben per Internet schon mit völlig Fremden kommuniziert, hauptsächlich über die verschiedenen IM-Kanäle. "Mit der wachsenden Verbreitung von Instant Messaging müssen auch Eltern und Lehrer mithalten - sie müssen ihre Internet-Kenntnisse um diese Technologie updaten", heißt es in der Studie. Beinahe ein Viertel der befragten Kinder hat bereits E-Mails von unbekannten Personen enthalten - dies geht allerdings zu einem Großteil auf die allgegenwärtige Spam-Problematik zurück.

Bewusstsein gestiegen

Generell ist das Bewusstsein der Eltern hinsichtlich der möglichen Gefahren aus dem Internet in den vergangenen Jahren gegenüber einer Vergleichsstudie von vor vier Jahren merklich gestiegen. Von den Eltern, die angaben, dass ihre Kinder bereits negative Internet-Erfahrungen gemacht hätten, haben sich fast drei Viertel zu Gegenmaßnahmen entschlossen. 2001 lag der entsprechende Prozentsatz erst bei 42 Prozent. (pte)

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