ERP für Elektroschrott

4. Mai 2005, 14:59
posten

Hersteller bilden eigenes Entsorgungssystem

Hersteller von Elektro-und Elektronikgeräte wissen, was Wettbewerb heißt. Und sie wissen, dass viele ihrer Geräte eines Tages nur noch eins sind: Schrott. 16 Kilogramm pro EU-Bürger oder rund sechs Mio. Tonnen europaweit fallen davon jährlich an.

WEEE-Richtlinie

Die WEEE-Richtlinie (Waste Electronic and Electrical Equipment) der EU verpflichtet ab dem 13. August 2005 die Hersteller, an Entsorgung, Recycling oder Rücknahme der von ihnen vermarkteten Güter teilzunehmen bzw. diese selbst zu organisieren. Das Regelwerk auf Länderebene ist in Form der Electrorecycling-Verordnung in Österreich seit vergangener Woche unter Dach und Fach.

Konkurrenz

Was noch fehlt, ist der Wettbewerb, meint Helmut Kolba, seines Zeichens Geschäftsführer von Sony Österreich und Länderverantwortlicher der ERP-Initiative. Die European Recycling Platform, von Braun, Electrolux, HP und Sony, Ende des Vorjahrs gegründet, soll europaweit durch die Erschaffung eines kostengünstigen WEEE-Rücknahmesystems auch in diesem Bereich für Wettbewerb sorgen. Für Österreich bedeutet das, dass die Entsorgungssysteme des UFH (Umweltforum Haushalt) und die ArgeV der Altstoff Recycling Austria (ARA) in Sachen Elektroschrott Konkurrenz bekommen.

Keine Marktführerschaft

"Wir streben damit aber keine Marktführerschaft hinsichtlich der Mengen oder so an", stellt Kolba klar, "sondern glauben, damit auch unserer Herstellerverantwortung in Sachen Elektroschrott nachzukommen." ERP-Mitglieder in Österreich sind neben den Gründerfirmen bereits etwa Samsung, Toshiba, Saeco, Logitech und Lucent.(kat/DER STANDARD,Printausgabe vom 27.4.2005)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.