Fontheim- Finale in Graz

3. Mai 2005, 11:56
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Sein letzter Spielplan am Schauspielhaus sieht ein buntes Angebot von Shakespeare über Schiller bis Gert Jonke vor

Graz - "Ich gehe nicht weg, weil es mir hier nicht gefällt, sondern weil ich dieses Angebot bekommen habe", erklärte der Grazer Schauspiel-Direktor Matthias Fontheim am Dienstag anlässlich der Spielplan-Pressekonferenz für die kommenden Spielzeit. Fontheim hatte vor einigen Wochen überraschend bekannt gegen, mit Ende der Saison 2006 Graz zu verlassen. In seiner letzten Spielzeit gibt es noch ein buntes Angebot von Shakespeare über Schiller bis Gert Jonke.

"Die Auslastung hat sich um 80 Prozent eingependelt", konnte Matthias Fontheim zufrieden berichten. Als er das Theater vor fünf Jahren von Marc Günther übernahm, lag die Auslastung bei 50 Prozent. Trotzdem freue ihn die neue Herausforderung, die ihn in Mainz mit einem Mehrspartenhaus erwartet, so der Schauspielchef.

Zwei Inszenierungen auf der Hauptbühne von Fontheim

Gleich die ersten beiden Inszenierungen auf der Hauptbühne macht Fontheim selbst: Shakespeares "Was ihr wollt" (23.9.) bildet den Auftakt, dem am nächsten Tag die Probebühne mit der Uraufführung von Johannes Schrettles "Dein Projekt liebt dich" folgt. Als Abschluss gibt es am dritten Tag auf Ebene 3 die Premiere von "Späte Gegend" von Lida Winiewicz. Eine Koproduktion mit dem Schauspiel Essen stellt "Country" von Simon Stephens dar, die zweite und letzte Inszenierung von Matthias Fontheim.

Es folgt Gert Jonkes "Damals vor Graz" (21.10.) in der Regie von Philip Tiedermann. Auch in seiner letzten Saison setzt Fontheim auf Nestroy, diesmal wird es "Das Mädl aus der Vorstadt" (25.11.) sein. Gerade noch rechtzeitig zum Schiller-Jahr hat "Maria Stuart" (15.12.), inszeniert von Jürgen Bosse, Premiere. Bei Peter Shaffers "Komödie im Dunkeln" (20.1.) wird Martin Oelbermann ebenso Regie führen wie bei der letzten - insgesamt genau hundertsten - Premiere, die Kleists "Amphitryon" (12.5.) gewidmet ist. Schnitzers "Anatol" (10.2.) und Lorcas "Bluthochzeit" runden das Programm auf der großen Bühne ab.

Die Probebühne bringt unter anderem eine Uraufführung von Franz Buchriesers "Eisenerz-Protokolle" (5.2.) sowie "Sieben Türen" (12.3.) von Botho Strauß als Koproduktion mit der Kunstuniversität Graz. (APA)

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