Möbel für das Auge und das Ohr

28. April 2005, 16:08
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Design ist überall dort, wo der Mensch sich die Umgebung gestaltet - oder gestalten lässt

Design, erklärten Julia Taubinger und Andrés Fredes ist überall dort, wo der Mensch sich die Umwelt oder die Umgebung gestaltet. Oder gestalten lässt. Doch dieses Feld, betonen die beiden unter dem Signet "Juland" in Barcelona und Wien tätigen Designpublizisten, ist größer als das, was den meisten Menschen zum Stichwort einfällt: Wer die Möblierung des eigenen Lebensraumes bloß als Behübschung des Raumes mit Gegenständen verstünde, klammere schließlich einen wichtigen Sinn aus: das Ohr.

Und so war es eigentlich nur logisch, dass Taubinger und Fredes sich in "Pure Austria Design", ihrer 432 Seiten umfassenden, detaillierten Bestandsaufnahme der heimischen Designszene, nicht bloß auf Möbel- und sonstige Gegenstandentwerfer beschränkten: Zu dem am Montagabend in der Akademie der bildenden Künste präsentierten opulenten Bildband gehört auch eine von Stefan Lechner kompilierte CD mit dem Namen "AudioFurniture" (voll mit feinem Sound von österreichischen Klangdesignern (vulgo: DJs und Musiker). Schließlich ist der schönste Raum nur eine zu Tode möblierte Hülle, wenn er den falschen Klang hat. (Thomas Rottenberg, DER STANDARD Printausgabe, 27.04.2005)

  • Ein Überblick (und "Überhör") über die heimische Designlandschaft: Taubinger, Fredes, Lechner (v.li.)
    foto: rott

    Ein Überblick (und "Überhör") über die heimische Designlandschaft: Taubinger, Fredes, Lechner (v.li.)

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