Mehrere hundert Mitarbeiter protestieren vor IBM in Deutschland

4. Mai 2005, 14:59
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Verdi und IG-Metall gemeinsam gegen Stellenabbau beim Computerriesen

Aus Protest gegen einen möglichen Stellenabbau bei IBM in Deutschland haben sich am Dienstag mehrere hundert Mitarbeiter des Computerkonzerns vor der deutschen IBM-Hauptverwaltung in Stuttgart-Vaihingen versammelt. Die Gewerkschaften Verdi und IG Metall hatten zu den Protesten aufgerufen. Die IG Metall geht davon aus, dass in Deutschland bis zu 2.500 Arbeitsplätze gefährdet sein könnten.

"Beträchtliche Restrukturierung"

Vor zwei Wochen hatte IBM-Finanzvorstand Mark Loughridge für Europa eine "beträchtliche Restrukturierung" angekündigt. Nachdem der deutsche Markt im vergangenen Jahr für IBM einer der schwächsten Märkte gewesen war, ging die Angst um, dass insbesondere Deutschland betroffen sein könnte, und dass in Europa insgesamt um 7.000 bis 8.000 Stellen bedroht sein könnten.

25.000 Mitarbeiter

In Deutschland beschäftigt IBM in 40 Niederlassungen etwa 25.000 Mitarbeiter. Bereits im März ließ das Unternehmen verlauten, dass es zwei Betriebsstätten der Tochtergesellschaft IBM Business Services in Hannover und Schweinfurt schließen werde. Davon sind 580 Mitarbeiter betroffen. "Gegen jeden unternehmerischen Sinn und Verstand werden Maßnahmen durchgepeitscht, um die beiden Standorte zu schließen", sagte Frank Bsirske, Verdi-Chef und gleichzeitig Aufsichtsratsmitglied der IBM Central Holding. "Dieses rigorose Vorgehen lässt für die Zukunft und die Arbeitsplätze im Gesamtkonzern Schlimmes erahnen." Bei der IBM-Holding wollte man sich weder zur Demonstration, noch zum geplanten Abbau von Arbeitsplätzen äußern.(APA)

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