Spätes Österreich-Debüt: Badi Assad

26. April 2005, 20:36
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Sie hat nun endgültig den Wandel von der singenden Gitarristin zur instrumental versierten Songwriting-Hoffnung der Música Popular Brasileira vollzogen

Vor zwei Jahren zeigte sie sich im Rahmen des "Three Guitars"-Albums (Chesky Records/SoundDesign) überraschend als Saitenpartnerin von Larry Coryell und John Abercrombie, mit ihrer neuen Solo-Scheibe hat Badi Assad nichtsdestotrotz nunmehr endgültig den Wandel von der singenden Gitarristin zur instrumental versierten Songwriting-Hoffnung der Música Popular Brasileira vollzogen: "Verde" (Edge Music/Universal) ist das wahrscheinlich bislang stärkste CD-Statement der 39-Jährigen, die anfangs als "kleine Schwester" des weltberühmten Gitarren-Brüder-Duos Sergio und Odair Assad gehandelt wurde und die sich sukzessive von diesem emanzipierte.

Nun schöpft sie mit beiden Händen aus dem reichen Fundus der afrobrasilianischen und iberobrasilianischen Traditionen, um schon auch einmal - ganz im Geiste des Tropicalismo - Björk in Richtung Tango zu deuten. Am Mittwoch erstmals live in Österreich! (felb/DER STANDARD, Printausgabe, 27.04.2005)

27.4., 20:30 Uhr
Reigen
14., Hadikg. 62
01/894 00 94
  • Artikelbild
    foto: standard/matthias cremer
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