EU-Mitarbeiter entführt

17. Mai 2005, 22:37
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Spanier seit 15. April vermisst - Entführer gaben Begleiterin eine "Nachricht" für die Regierung mit

Bogota - Ein vor mehr als zwei Wochen im Nordosten Kolumbiens verschwundener EU-Entwicklungshelfer befindet sich nach Presseberichten in der Gewalt unbekannter Entführer. Seine ebenfalls seit dem 15. April vermisste kolumbianische Begleiterin sei in der Provinz Arauca in der Nähe der Grenze zu Venezuela von einer nicht näher bezeichneten bewaffneten Gruppe Vertretern des Komitees vom Internationen Roten Kreuz (IKRK) übergeben worden, berichteten lokale Medien am Samstag.

"Nachricht" für die Regierung

Die Entführer hätten der Frau eine "Nachricht" für die Regierung Kolumbiens und für die Europäische Union mitgegeben. Es gab zunächst keine offizielle Bestätigung für die Freilassung.

Der spanische EU-Mitarbeiter Carlos Ayala Saavedra war am 15. April von der Hauptstadt Bogota in die Stadt Cucuta im Nordosten des Landes zu einem Projekt der Entwicklungshilfe geflogen. Nach einer Nacht in einem Hotel waren er und seine Begleiterin Sonia Vergara verschwunden. Saavedra arbeitete für die Abteilung für Humanitäre Hilfe (Echo), die der EU-Kommission zugeordnet ist.

Der EU-Botschafter in Bogota, Adrianus Koetsenruijter, hatte am Donnerstag mitgeteilt, er habe keine Bestätigung für eine Entführung des Spaniers durch die marxistischen Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC). Kolumbien gilt als eines der Länder mit den meisten Entführungen weltweit. Pro Jahr werden schätzungsweise 3000 Menschen von linken Rebellen und kriminellen Banden verschleppt. (APA/dpa)

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