Aktionäre stimmen Kapitalschnitt bei Intershop zu

4. Mai 2005, 14:58
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Grundkapital wird im Verhältnis eins zu drei herabgesetzt

Die Aktionäre von Intershop haben den Weg für den Abschluss der Sanierung des defizitären Softwareherstellers frei gemacht.

Die Aktionäre hätten mit mehr als 80 Prozent der Stimmen einer Herabsetzung des Grundkapitals im Verhältnis eins zu drei zugestimmt, teilte das Jenaer Unternehmen am Dienstag anlässlich seiner Hauptversammlung mit. Vorstand und Aufsichtsrat seien entlastet worden. Rund zwölf Prozent des Grundkapitals waren auf der Hauptversammlung des krisengeschüttelten Softwareherstellers vertreten. "Im Geschäftsjahr 2004 haben wir alle Kostenziele erreicht, müssen jedoch weiter am Umsatzwachstum arbeiten", sagte Vorstandschef Jürgen Schöttler. Intershop wolle sich weiter auf das Geschäft mit dem Mittelstand konzentrieren, in dem das Unternehmen "erhebliches Absatzpotenzial" sehe.

Intershop hatte Anfang März mitgeteilt, die Hälfte seines Grundkapitals aufgezehrt zu haben und deshalb einen Kapitalschnitt zu planen. Die Aktionäre von Intershop sollen für je drei Stückaktien eine neue Stückaktie erhalten. Mit dem Kapitalschnitt sieht Intershop die umfassenden Sanierungsmaßnahmen der vergangenen beiden Jahre als abgeschlossen an.

Im ersten Quartal hatte Intershop noch einen Nettoverlust von 1,1 Mio. Euro nach einem Minus von 4,8 Mio. Euro im Vorquartal verzeichnet. Bei der Bekanntgabe der Jahreszahlen für 2004 hatte der Produzent von Software für Internetläden angekündigt, er sei zuversichtlich, 2005 die Gewinnzone zu erreichen.(APA/Reuters)

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