Ein Jahr Landeshauptfrau

11. Mai 2005, 14:05
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Entwicklungen, Fortschritte und Einbußen nach einem Jahr als Ressortchefin für Gesundheit und Bildung. Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) zieht Bilanz.

In den Bereichen Gesundheit und Bildung absolviert Landeshauptfrau Burgstaller ein Monsterprogramm, wobei die Grundsätze dieser Ressorts im Vordergrund stehen. Denn ohne Grundsätze sei keine Arbeit möglich, erklärt Burgstaller.

Der Mensch steht im Mittelpunkt
In Sachen Gesundheitspolitik sieht Burgstaller nach einem Jahr als Ressortchefin eine positive Entwicklung. Im Bereich der Gesundheitsversorgung "steht der Mensch im Mittelpunkt und nicht eine Institution", so Burgstaller. Dies wird bei der optimalen medizinischen Versorgung deutlich, welche nicht am Alter der Patienten scheitern solle. Jeder solle eine bestmögliche Betreuung erhalten, erklärt Burgstaller. Um diese Versorgung zu gewährleisten solle an anderen Orten eingespart werden, so beim Neubau der Landesklinik für Tranfusionsmedizin. Durch die Auslagerung werden die Blutkonserven kostengünstiger verarbeitet. "Die Sicherheit und Qualität wird in keiner Weise beeinträchtigt", meint Burgstaller. Das AKH Wien habe auch keine eigene Blutzentrale und es ginge nur um die Auslagerung der Produktion. Die Forschung und Entwicklung werde darunter nicht leiden, ist die Landeshauptfrau überzeugt. Durch die Auslagerung werden zwölf Millionen Euro eingespart, die in andere Projekte investiert werden um diese rascher umzusetzen. Eines dieser Projekte, die davon profitieren sollen, sei das Eltern-Baby-Zentrum.

Keine Schließung kleiner Krankenhäuser
Da der Bund die Latte für kleinere Krankenhäuser höher legt, sollen vor allem die kleineren Krankenhäuser zusammenarbeiten. Denn in Zukunft sollen gewisse Operationen nur dann durchgeführt werden, wenn die Operationsteams eine Mindestanzahl an Eingriffen der jeweiligen Art pro Jahr vorweisen können. Dies solle für den Patienten die beste Qualität garantieren. Die Auswirkung kann besonders im Bereich der Geburtenabteilung deutlich werden. Denn wenn in einem Krankenhaus nur 480 Geburten pro Jahr stattfänden, aber 500 vorgeschrieben seien, könne diese Abteilung des Spitals geschlossen werden. Zusätzlich könne der Bund die Gelder zurückhalten. In Salzburg sind vor allem die Krankenhäuser im Pinzgau betroffen, wo an Lösungen und Kooperationen der Spitäler Zell am See und Mittersill gearbeitet werde, erklärt Burgstaller. Weiteres garantiert die Landeshauptfrau, dass kein kleines Spital in den nächsten Jahren geschlossen werde.

Weniger Schüler, weniger Fixposten
Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die SchülerInnenzahl im kommenden Schuljahr massiv abnehmen. Um insgesamt 779 SchülerInnen weniger als im Vorjahr. Dies heiße im konkreten "weniger Schüler, weniger Fixposten", so Burgstaller. Dennoch wolle die SPÖ garantieren, dass alle Standorte erhalten bleiben. In der Bildungspolitik kommt es durch die Sparvorgaben des Bundes zu Einbüssungen. Labg. Cyriak Schwaighofer, Fraktionsvorsitzender der Grünen, verurteilte in der Bilanz über ein Jahr Rot-Schwarz, den Sparkurs im Bildungssektor als fatal. Überall käme es zu Kürzungen in der Integration, im Schulsport oder bei den Unverbindlichen Übungen, so Schwaighofer. Die Gelder des Bundes werden nicht ungenützt liegengelassen, erklärt Burgstaller. Die SPÖ wolle mit den erhaltenen Geldern 18 Dienstposten auf Dauer für die Sonderschulen einsetzen. (sto)
Weitere Informationen: Homepage von Gabi Burgstaller
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