Burma: Bombenanschlag in Touristenstadt Mandalay

3. Mai 2005, 08:55
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Zwei Tote und zahlreiche Verletzte bei Explosion auf Markt

Rangun - Bei einer Bombenexplosion auf einem stark frequentierten Markt in Burma (Myanmar) sind am Dienstag zwei Frauen getötet worden. Mindestens 16 Menschen wurden nach Krankenhausangaben verletzt, als der Sprengsatz vor einem Textilgeschäft auf dem Zay Cho, dem größten Markt der einstigen burmesischen Königsstadt Mandalay, detonierte. Augenzeugen berichteten von panikartigen Szenen. Die Menschen seien nach der Explosion verängstigt aus den Marktgebäuden geflohen. Die Polizei riegelte das Gelände ab.

Mandalay ist Burmas zweitgrößte Stadt. Die ehemalige Residenz der von den Briten Ende des 19. Jahrhunderts entmachteten und exilierten burmesischen Könige zieht viele ausländische Touristen an.

Die burmesischen Behörden äußerten sich zunächst nicht zu dem Anschlag. In den vergangenen Monaten hatte es in dem vom Militär beherrschten südostasiatischen Land immer wieder Bombenanschläge gegeben. Die meisten ereigneten sich in der Hauptstadt Rangun (Yangon). Für diese Anschläge hatte die regierende Junta "Dissidenten und Saboteure" verantwortlich gemacht.

Die UNO-Menschenrechtskommission hat Burma durch Konsens wegen systematischer schwerer Menschenrechtsverletzungen und Zwangsarbeit verurteilt. Die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) hat dem burmesischen Regime von General Than Shwe Folter bei der Unterdrückung der Demokratiebewegung (deren Symbolfigur, Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, seit vielen Jahren unter Hausarrest steht) und von ethnischen Minderheiten, sowie Missbrauch von Kindersoldaten vorgeworfen. (APA)

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