S&T will in Russland, Ungarn und Rumänien weiter zukaufen

4. Mai 2005, 14:58
posten

Auch in Österreich weiter Übernahmen im Bereich Lösungskompetenz geplant - Integration von T-Systems DSS und Computacenter bringt geringen Mitarbeiterabbau

Der börsenotierte Wiener IT-Dienstleister S&T System Integration & Technology Distribution will nach einem guten ersten Quartal 2005 weiter wachsen. "In den nächsten Monaten" seien weitere Akquisitionen in Russland, Ungarn und Rumänien geplant, kündigte S&T-Vorstandschef Karl Tantscher am Dienstag vor Journalisten an. In den nächsten fünf Jahren wolle die S&T zu den größten zehn IT-Unternehmen Europas aufsteigen.

Antrieb

Osteuropa bleibe für das Unternehmen aber weiterhin der "Wachstumsmotor", ein verstärktes Engagement in Westeuropa habe derzeit keine Priortiät. Akquisitionen in Deutschland seien erst ab 2007 wahrscheinlich, da der deutsche IT-Markt derzeit "down" sei und ein im Zuge der Konsolidierung erforderlicher Mitarbeiterabbau dort sehr teuer sei. S&T wolle in allen 21 Ländern, wo man derzeit tätig sei, wachsen, in Österreich, Russland, Polen und der Slowakei wolle man Marktführer werden. Das genehmigte Kapital habe man bis jetzt nicht angerührt, da keine größeren Übernahmen in Sicht waren, so Tantscher. S&T kann laut einem Beschluss der letzten Hauptversammlung im November 2004 das Grundkapital um bis zu 50 Prozent innerhalb der nächsten 5 Jahre erhöhen.

Übernahme

In Österreich strebe man eine Übernahme im Bereich "Lösungskompetenz" an, so Tantscher. Der Technologieberater Beko sei daher aktuell kein vorrangiges Übernahmeziel, wiewohl eine spätere Akquisition nicht auszuschließen sei. Beko habe in Österreich "gut Fuß gefasst", man spreche derzeit aber nicht miteinander. S&T hatte vor wenigen Monaten sein österreichisches Engagement durch die Übernahme der T-Systems DSS und Computacenter Österreich verstärkt.

Die Integration der beiden Unternehmen, die "plangemäß" laufe und über den Sommer abgeschlossen sein soll, werde einen Mitarbeiterabbau in geringem Ausmaß von weniger als 30 Beschäftigten mit sich bringen, sagte S&T-Finanzchef Martin Bergler. In den Bundesländern seien die Büros bereits zusammengelegt, in Wien soll im Sommer mit mehr als 200 Mitarbeitern ein neuer gemeinsamer Firmenstandort im dritten Bezirk bezogen werden. In den österreichischen Bundesländern seien weitere 100 Mitarbeiter vor Ort.

Zahlen

S&T hat im ersten Quartal 2005 den Konzernumsatz um 15 Prozent auf 61,9 Mio. Euro gesteigert, das EBIT verbesserte sich um 79 Prozent auf 2,5 Mio. Euro. Das EBITDA wuchs um 68 Prozent auf 3,7 Mio. Euro. Die Bruttomarge erhöhte sich von 27,2 auf 32,6 Prozent. Der Umsatz soll sich heuer im Gesamtjahr auf 380 Mio. Euro nahezu verdoppeln und 2006 weiter auf eine halbe Mrd. Euro steigen. (APA)

Link

S&T

Share if you care.