UNO: Milizen brennen Dörfer in Darfur nieder

9. Mai 2005, 16:35
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Zerstörung soll Rückkehr der Flüchtlinge verhindern

Genf - Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat nach neuen Übergriffen der von der sudanesischen Regierung unterstützten Janjaweed-Milizen Alarm geschlagen. Ende vergangener Woche seien mehrere verlassene Dörfer in der westsudanesischen Region Darfur von den Milizen niedergebrannt worden, teilte das UNHCR am Dienstag in Genf mit.

So sei nach Angaben von UNHCR-Vertretern das Dorf Seraf im Westen Darfurs zerstört worden. Etwa 200 Familien waren vor etwa einem Jahr nach einem Angriff der Milizen aus Seraf geflüchtet.

Mit solchen Aktion sollen rückkehrwillige Flüchtlinge eingeschüchtert und die Bevölkerungsstruktur Darfurs unwiderruflich verändert werden. Bisher seien rund 20 000 der etwa zwei Millionen Flüchtlinge aus Lagern im Tschad nach Darfur zurückgekehrt. Sie würden dabei von mobilen UNHCR-Teams geschützt. (APA/dpa)

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