Brustkrebs: Herceptin blockiert Wachstumsimpulse für Tumoren

4. Mai 2005, 14:52
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Los Angeles - Das Medikament Herceptin des Biotechnologie-Konzerns Genentech hilft nach Konzernangaben vom Montag Brustkrebspatientinnen, die sich in einem Frühstadium der Krankheit einem Eingriff unterzogen haben. Zwei Studien seien frühzeitig abgebrochen worden, nachdem die Wirksamkeit des Medikaments festgestellt wurde, teilte Genentech mit. Der Aktienkurs des Unternehmens legte im nachbörslichen Handel um rund zehn Prozent zu.

In den Tests sei die Wirksamkeit von Herceptin, ein monoklonaler Antikörper, der Wachstumsimpulse für Tumoren blockiert, bei gleichzeitiger Chemotherapie mit der Wirksamkeit einer alleinigen Chemotherapie verglichen worden. Bei den Patientinnen habe es sich um Frauen gehandelt, die wegen eines Brustkrebs operiert worden seien, der noch nicht gestreut habe. Es seien weitere Tests notwendig, sagte die für Entwicklung zuständige Präsidentin Susan Desmond-Hellmann. Angesichts der starken Ergebnisse wolle der Konzern mit den US-Gesundheitsbehörden über weitere Zulassungen des Medikaments verhandeln.

Herceptin wird zur Behandlung des HER2-positiven Brustkrebses angewandt, einer besonders aggressiven Form der Erkrankung mit sehr schlechten Prognosen. Im vergangenen Jahr wurden mit dem Medikament 483 Millionen US-Dollar Umsatz (373 Mio. Euro) erwirtschaftet.

Die EU-Kommission hatte dem Pharmakonzern Roche im vergangenen Jahr die Zulassung für Herceptin in Kombination mit dem Mittel Taxotere als Erstbehandlung bei HER2-positivem metastasierenden Brustkrebs zugelassen. (APA/Reuters)

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