Österreichs Leistungsbilanz 2004 wieder ins Plus gedreht

9. Mai 2005, 13:25
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Exporte vor allem in die USA sorgen trotz schwachem Dollar für einen Überschuss von 800 Millionen Euro - Mit Infografik

Wien - 2004 war für Österreichs Wirtschaft trotz Konjunkturschwäche in Österreichs wichtigsten Märkten und trotz des schwachen US-Dollars ein erfolgreiches Jahr. Das geht aus Österreichs Leistungsbilanz hervor, die die Österreichische Nationalbank (OeNB) am Dienstag veröffentlicht hat.

Demnach weist Österreichische Leistungsbilanz heuer - erst zum zweiten Mal in den vergangenen 14 Jahren - einen Überschuss von 0,8 Mrd. Euro oder 0,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Die Nationalbank spricht von einer "ausgeglichenen Bilanz".

Im Vorjahr hatte es in der österreichischen Leistungsbilanz noch ein Defizit von 0,5 Prozent des BIP gegeben. Einen Überschuss hatte die Leistungsbilanz zuletzt 2002 ergeben.

Exporte als treibende Kraft

Treibende Kraft waren laut Nationalbank die Exporte und da vor allem die Ausfuhren in die USA, die mehr als 10 Prozent zur gesamten Exportzunahme beigetragen haben. Insgesamt stiegen die österreichischen Exporte laut Daten der Statistik Austria um 13 Prozent, während die Importe nur um 10,4 Prozent zunahmen.

Auch die bisherige Direktinvestitionslücke hat sich mit Ende 2004 erstmals geschlossen, d.h. österreichische Investoren halten jetzt mit rund 52 Mrd. Euro erstmals gleich viel Kapital an ausländischen Unternehmen wie ausländische Anleger in Österreich.

Im Tourismus gingen die Ausgaben ausländischer Gäste im Vorjahr real um 3 Prozent auf 15 Mrd. Euro zurück. Weil aber auch österreichische Touristen im Ausland weniger ausgegeben haben, erhöhte sich auch der Überschuss der Reiseverkehrsbilanz - konkret auf 4,5 Mrd. Euro. (APA)

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