TV-Gegner wollen öffentlichem Fernsehgeplärre ein Ende setzen

3. Mai 2005, 14:52
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"Fernsehen-Aus-Woche": Aktivisten ziehen eine Woche mit spezieller Fernbedienung durch Lokale

In einer weltweiten Aktionswoche wollen TV-Gegner dem Fernsehen in der Öffentlichkeit ein Ende setzen - weil aus ihrer Sicht nerviges Geplärre und Flimmern die Umwelt verschmutzt. Wie die Gruppe "Weißer Punkt" am Montag in London mitteilte, sollen Freiwillige bis Ende dieser Woche lang durch Cafes und Lokale ziehen und mit einer speziellen Fernbedienung die Fernsehgeräte ausschalten. "Viele Menschen mögen das aufdringlich finden - aber viele Menschen finden auch das Fernsehen aufdringlich", rechtfertigte der britische Leiter der Gruppe, David Burke, die "Fernsehen-Aus-Woche".

"TV-B-Gone"

Die spezielle Fernbedienung mit der Bezeichnung "TV-B-Gone", die die Gruppe sich für ihre Aktion besorgt hat, stammt aus der Hand eines kalifornischen Erfinders, kann mehr als tausend gängige Fernsehmodelle außer Gefecht setzen und wirkt bis zu einer Entfernung von sieben Metern. Übertragungen von Fußballspielen und ähnlichen Großereignissen würden nicht in der Halbzeit unterbrochen, versicherte Burke. "Wir wollen ja nicht jedem den Spaß verderben", fügte er hinzu. Vielmehr gehe es darum zu zeigen, dass nicht in jeder Ecke ein Fernseher laufen müsse. (APA/AFP)

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