Orange und frei seit 2003

11. Dezember 2005, 21:11
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Der Seekirchner Stadtrat Helmut Naderer hat sich schon 2003 für die Farbe orange bei den "Freien Demokraten" Salzburgs entschieden.

Gründer der "Freien Demokraten" war der Zeit voraus

Maria Hutter vom Online Standard im Gespräch mit Helmut Naderer. Die "Freien Demokraten" Salzburgs verteilen schon seit Jahren Orangen und der BZÖ Staatssekretär Eduard Mainoni hofft auf den Beitritt dieser bereits richtig eingefärbten Splittergruppe in die Landesgruppe BZÖ. Der frühere Landtagsabgeordnete und Gründer der "Freien Demokraten" Helmut Naderer sieht sich als Vorläufer der orangen Bewegung. Diese Farbe wurde gewählt, da sie leuchtend und freundlich ist und vorallem da es eine der wenigen Farben ist, die noch von keiner Partei besetzt war. Der damalige Vizebürgermeister von Seekirchen Helmut Naderer,ist nach dem "Knittelfeldtrauma" mit der gesamten Fraktion von der FPÖ ausgeschieden und hat eine eigene Partei gegründet. Mittlerweile sind die "Freien Demokraten" in vielen Gemeinden Salzburgs gut vertreten und sind laut Stadtrat Naderer mit der verbliebenen FPÖ verfeindet.

Mainoni umgarnt die "Freien Demokraten"

Helmut Naderer war beim Gründungskonvent des BZÖ vor zwei Wochen und findet die Ansätze ganz gut. Nachdem Staatssekretär Eduard Mainoni an ihn herangetreten ist, wird er sich dessen Programm für die Salzburger BZÖ nächste Woche anhören. "Ich werde mich ihm nicht an den Hals werfen", so Naderer wörtlich. "Sollte sich herausstellen, dass man ihre Unterstützung nur braucht um deren Posten in der Regierung warmzuhalten, wird man sich davon klar distanzieren." Da die BZÖ noch mit Imageproblemen kämpft und seiner Auffassung nach noch kein abgegrenztes Programm von der FPÖ hat, werde man noch etwas abwarten müssen. "Wir werden nicht um jeden Preis diesem Bündnis beitreten", so der Kommentar von Helmut Naderer. Grundsätzlich tendiere der Stadtrat jedoch zum BZÖ und ist überzeugt, dass es nur Haider schaffen könne, diesem Bündnis Leben einzuhauchen. Seine einzigen Bedenken bezüglich des Obmanns des BZÖ sind die zusätzliche Funktion als Landeshauptmann und das Alter von 55 Jahren.

FPÖ wird keine 5 Prozent mehr erreichen

Der FPÖ gebe er bei den nächsten Wahlen keine 5 Prozent mehr und ist überzeugt, dass sie als nicht wahrnehmbare Sekte enden werde. Nachdem in den Bundesländern, wo die FPÖ am stärksten vertreten war, viele Mitglieder verloren gegangen sind, sieht Naderer keine Chance mehr für diese Partei. Bleibe abzuwarten, wie sich die FPÖ und BZÖ in Salzburg entwickeln werde. Die Gründung der BZÖ Landesstelle wird in den nächsten Tagen vonstatten gehen. (mahu)

  • Helmut Naderer im Gespräch mit Maria Hutter vom online-Standard
    bimi

    Helmut Naderer im Gespräch mit Maria Hutter vom online-Standard

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