Schmerzen, Wespen und letzte Briefe

2. Mai 2005, 13:18
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Insgesamt 48 jungen Wissenschafter und Künstler erhielten am vergangenen Freitag jeweils zwischen 1500 und 3000 Euro Starthilfe aus dem Theodor-Körner-Fonds. Einige Beispiele: Die Förderung im Bereich Medizin, Naturwissenschaften und Technik ging an den Arzt Andreas Greimel an der Grazer Universitätsklinik. Er arbeitet an Grundlagen zur besseren Schmerzbehandlung von Tumorpatienten. Den Allergie erregenden Stoffen der Deutschen Wespe sind an der Universität für Bodenkultur der Biotechnologe Daniel Kolarich und der Molekularbiologe Renaud Leonhard auf der Spur. Die molekularbiologische Analyse soll neue Allergietests und später vielleicht auch neue Therapien ermöglichen. Die Verbreitung von Spätfolgen des Diabetes-mellitus-Typs 2 untersucht Ivo Rakovac am Institut für Medizinische Technik und Gesundheitsorganisation der Grazer Joanneum-Resarch-Gesellschaft. Für ihre Arbeit im Bereich Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften fördert der Körner-Fonds die Linzer Sozial- und Wirtschaftswissenschafterin Susanne Geirhofer. Sie entwickelt Verbesserungsvorschläge für den Prüfbericht des Abschlussprüfers von Kapitalgesellschaften - damit es für die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat leichter wird, die Firma zu kontrollieren. Im Bereich Geistes-und Kulturwissenschaften fördert der Fonds die Historikerin Karin Nusko. Sie arbeitet die letzten Briefe in Wien hingerichteter Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus auf. "Der offene Zugang zum Universitätssstudium muss gesichert bleiben", forderte Arbeiterkammerpräsident Herbert Tumpel im Rahmen der Verleihung. (red/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25. 4. 2005)
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