Diskussion um Nova Rock-Festival im Burgenland

2. Mai 2005, 16:46
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Umweltverträglichkeit wurde angezweifelt

Eisenstadt - Ewald Tatar, Organisator des Festivals "Nova Rock", hat am Freitag das Programm für das Open Air vom 9. bis 12. Juni im Burgenland vorgestellt. Er erklärte dabei die für Diskussionen sorgende Umweltfrage als für erledigt.

Am Samstag ließ allerdings Umweltanwalt Hermann Frühstück aufhorchen: Die Genehmigung sei noch lange nicht da. Er selbst, als Umweltanwalt des Landes, habe noch keine Stellungnahme in diesem Verfahren abgegeben.

"Wir haben einen schriftlichen Bescheid der Landesregierung, dass wir das Festival auf dem geplanten Gelände veranstalten können. Der Standort wurde als umweltverträglich erkannt," erwiderte Organisator Tatar am Samstagnachmittag: "Nun beginnt das übliche Prozedere bis zur Endverhandlung."

Am Montag werden bei der Bezirkshauptmannschaft die Pläne betreffend Verkehr, Sicherheit etc. eingereicht. Das hätte vor dem schriftlichen Bescheid der Landesregierung betreffend des Veranstaltungsortes keinen Sinn gemacht.

Das "Nova Rock" soll im Juni in Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) über die Bühne gehen. Die Veranstalter haben Mitte März beim Land eine Umweltverträglichkeitsprüfung beantragt. Grund: das Festivalgelände liegt am Rand einer Trockenrasenfläche, die als Vogelschutzgebiet den Natura 2000 Richtlinien unterliegt. (APA)

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