Der Salzburg AMREF Marathon – Laufende Hilfsbereitschaft

4. Mai 2005, 18:29
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Am 24. April 2005 fand der zweite Salzburg AMREF Marathon statt, der ganz im Zeichen von Sport und Hilfsbereitschaft stand. Als Sieger gingen die favorisierten Kenianer Josephat Kiprono-Rotich und Lucia Mwihaki-Kimani hervor.

Nicht Mozart, nicht Nena und auch nicht die Festspiele brachten heute ganz Salzburg auf die Beine. Die Stadt präsentierte sich an diesem Wochenende von ihrer sportlichen Seite und stand ganz im Zeichen des Salzburg AMREF Marathons. Unter optimalen Wetterbedingungen kamen Athleten aus dem In- und Ausland um die 42,195km, die Halbdistanz, den Staffellauf oder das Coca-Cola Kids Race zu bestreiten.

Symbiose aus Sport und Hilfsbereitschaft

Der Salzburg Marathon, der heuer zum zweiten Mal ausgetragen wurde, steht aber nicht nur für sportliche Höchstleistungen sondern verbindet vor allem Sport mit Kultur und Hilfsbereitschaft. Die African Medical and Research Foundation inc. Flying Doctors Service - kurz AMREF - unterstützt afrikanische Schulen und bietet den dort lebenden Menschen die Möglichkeit einer medizinischen Ausbildung. Pro Läufer fließen 5 Euro an die Hilfsorganisation.

Die Strecke

Vor einer traumhaften Kulisse und auf einer landschaftlich höchst ansprechenden Strecke liefen die Teilnehmer vom Residenzplatz in Richtung Hellbrunn, über Schloss Leopoldskron, vorbei am Landeskrankenhaus und an der Salzach entlang bis hin zum Messegelände. Am anderen Salzachufer ging's weiter bis zum Schloss Mirabell und auf Umwegen durch die Linzergasse zurück zum Ausgangspunkt. Hier beendeten die Bestreiter des Halbmarathons ihren sportlichen Wettkampf - für alle Voll-Distanz Läufer ging es in die zweite Runde.

Die Gewinner

Die Sieger des zweiten Salzburg AMREF Marathons kommen sowohl bei den Damen als auch bei den Herren aus Kenia und repräsentierten die Hilfsorganisation AMREF mit guten sportlichen Leistungen. Mit einer Zeit von 2:21:46 kam Josephat Kiprono-Rotich als Erster und 23 Minuten vor seinem Salzburger Verfolger Wolfgang Millinger ins Ziel. Als Gesamt-Vierte und schnellste Dame präsentierte sich die Vorjahres-Zweite und erst 24-jährige Lucia Mwihaki-Kimani in einer Zeit von 2:48:20.

Motivation, Ehrgeiz und Tausende gelaufene Kilometer

Um sich physisch auf diese harten Wettkämpfe vorzubereiten läuft Lucia Kimani bis zu 150 Kilometer in der Woche. Ihr ganzer Lebensrhythmus dreht sich um diesen Sport und ist auf das harte Training abgestimmt. "Winning needs work", so ihr Trainer und ehemaliger Olympia-Zweiter im Hindernislauf Patrick Sang. Erfolg braucht neben Talent und hartem Training aber vor allem Motivation, Ausdauer und Siegeswillen. Um ihre psychischen Kräfte jeden Tag aufs Neue mobilisieren zu können, hält sich Lucia Kimani ihren Traum vor Augen. "Being famous, being a star". Der Laufsport eröffnet ihr in Afrika die Möglichkeit etwas aus ihrem Leben zu machen und gibt ihr Hoffnung für die Zukunft. Ihr Land bei den Olympischen Spielen repräsentieren zu dürfen, zu sehen wie die Flagge gehievt und die Landeshymne gespielt wird ist der zweite Gedanke der Lucia tagtäglich und auf jedem Kilometer begleitet.

Marathon der etwas anderen Art

Der Salzburg Marathon ist von den sportlichen Leistungen noch nicht mit den großen Läufen Europas wie beispielsweise dem Wien-Marathon zu vergleichen. Jedoch lebt er vom Gedanken der Kultur, der Hilfsbereitschaft und der großen AMREF Charity Aktion. Die Durchführung des Salzburg AMREF Marathons ist vertraglich bereits für die kommenden zwei Jahre abgesichert. Die Veranstalter ASV/ASKÖ, AMREF und SportImPuls haben vor Salzburg zu einer großen Marathon-Stadt zu etablieren, die durch die Symbiose von Kultur, Sport und Charity Läufer aus dem In- und Ausland anzieht. (len)

Alle Beiträge der Salzburg-Seiten von derStandard.at werden von Teilnehmern der Online-Lehrredaktion der Abteilung Journalistik an der Uni Salzburg in eigener Verantwortung erstellt.
  • Sieger: Josephat Kiprono-Rotich 
Der Kenianer gewinnt den Salzburg AMREF Marathon in einer Zeit von 2:21:45.
    foto: len

    Sieger: Josephat Kiprono-Rotich Der Kenianer gewinnt den Salzburg AMREF Marathon in einer Zeit von 2:21:45.

  • Salzburg AMREF Marathon
Zum zweiten Mal: der Salzburg AMREF Marathon
    foto: len

    Salzburg AMREF Marathon Zum zweiten Mal: der Salzburg AMREF Marathon

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