Yukos-Mitarbeiter unter Mordverdacht

9. Mai 2005, 14:13
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Sicherheits-Chef des Ölkonzerns soll laut "profil" Mordanschläge auf in Wien lebenden russischen Geschäftsmann beauftragt haben

Wien - Die russische Justiz verdächtigt einen hochrangigen Mitarbeiter des finanziell angeschlagenen Ölkonzerns Yukos, zwei Mordanschläge auf einen in Wien lebenden Unternehmer in Auftrag gegeben zu haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Demnach soll Alexej Pitschugin, zuletzt Leiter der "Abteilung innere und wirtschaftliche Sicherheit" des Yukos-Konzerns, Auftragskiller bestellt haben, um den Geschäftsmann Jewgeni Rybin ermorden zu lassen.

Jewgeni Rybin kam 1998 und 1999 unverletzt davon

Auf Rybin, den ehemaligen Geschäftsführer der in Wien domizilierten East Petroleum Handel GmbH, wurde 1998 in Moskau mit einer Maschinenpistole geschossen. 1999 wurde sein Auto bei einem Bombenanschlag in die Luft gesprengt. Rybin kam beide Male unverletzt davon.

Rybin war mit Yukos laut "profil" in einen Rechtsstreit um die Ausbeutung von Erdölfeldern in Westsibirien verwickelt, der unter anderem vor einem Schiedsgericht der Wirtschaftskammer Österreich ausgetragen worden sei. Zudem habe Rybin die russischen Behörden eigenen Angaben zufolge detailliert über angebliche Malversationen des Yukos-Konzerns informiert.

Mordversuche angeblich auch in Wien

"Daraufhin hat die Leitung von Yukos den Entschluss gefasst, mich töten zu lassen", sagte Rybin im Gespräch mit "profil". Yukos habe "auch in Wien mehrfach versucht", ihn umzubringen, so Rybin weiter.

Pitschugin wurde laut "profil" Ende März in Moskau in einem anderen Verfahren wegen zweifachen Mordes und mehrfachen Mordversuches verurteilt. Ein neuer Prozess solle nun unter anderem die Attentate auf Rybin klären. Yukos weise die Vorwürfe vehement zurück. (APA)

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