Zehn Tote bei Kämpfen zwischen Milizen und Armee

9. Mai 2005, 16:37
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UNO-Mission greift nicht in Gefechte im Osten des Landes ein

Bunia - Bei neuen Kämpfen im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens zehn Soldaten der kongolesischen Armee ums Leben gekommen. Die Armee habe Stellungen einer Rebellenmiliz angegriffen, berichtete der kongolesische Rundfunk am Sonntag. Nach Informationen von Hilfsorganisationen ist die Lage südlich von Bunia, in der Provinz Ituri, weiterhin gespannt.

Die Deutsche Welthungerhilfe evakuierte eines ihrer Warenlager und brachte mehrere einheimische Frauen und Kinder in Sicherheit. Die UNO-Mission in Kongo (MONUC) griff zunächst nicht ein. In der rohstoffreichen Provinz sind etwa sieben bewaffnete Gruppen aktiv, die unter anderem an der Kontrolle des Rohstoffhandels interessiert sind.

Unterdessen hat das Entwaffnungsprogramm der MONUC seit Beginn des Monats Fortschritte gemacht. Von schätzungsweise 15.000 Kämpfern haben etwa 11.000 ihre Waffen abgegeben. Wegen der immer wieder aufflackernden Kämpfe haben etwa 100.000 Menschen ihre Dörfer verlassen und leben in Flüchtlingslagern. (APA/dpa)

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