FDP fordert Abzug von Atomwaffen aus Deutschland

2. Mai 2005, 07:42
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Westerwelle: Raketen "Überbleibsel des Kalten Krieges"

Berlin - Die deutsche FDP fordert den Abzug von rund 150 taktischen US-Atomwaffen aus Deutschland. In einem Bundestagsantrag anlässlich der nächsten Monat in New York stattfindenden Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag kritisieren die Freidemokraten laut "Spiegel", dass die deutsche Bundeswehr noch immer an "Vorbereitungen zu einem Einsatz" solcher US-Bomben beteiligt sei. Etwa 150 Atombomben lagern laut FDP-Papier in Deutschland. Sie befänden sich in Rheinland-Pfalz unter amerikanischem Verschluss.

FDP-Chef Guido Westerwelle sagte der "Bild"-Zeitung (Samstag), die Raketen seien "ein Überbleibsel des Kalten Krieges". Sie "würden im Ernstfall unsere europäischen Partner treffen, niemanden sonst", begründete er den Vorstoß. Der Grund seien die kurzen Reichweiten der Waffensysteme. In einem Antrag für den Bundestag appelliert die FDP-Fraktion an die deutsche Regierung, sich international für die Verlegung der taktischen Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen. (APA/dpa)

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    Guido Westerwelle fordert einen Abzug der Atomwaffen

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