EU-Gesetz schränkt Werbebotschaften an Kinder ein

9. Mai 2005, 18:08
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Als unlauter gilt unter anderem auch die falsche Behauptung, ein Angebot sei nur begrenzt verfügbar

Die Europäische Union schränkt Werbebotschaften an Kinder deutlich ein. Direkte Aufforderungen an Kinder, ein bestimmtes Produkt zu kaufen oder Erwachsene zum Kauf zu überreden, werden nach einer neuen EU-"Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken" künftig verboten. Der Ministerrat nahm das EU-Gesetz nach Angaben vom Freitag samt den Änderungen an, die das Europa-Parlament zuvor beschlossen hatte. Es muss nun binnen zweieinhalb Jahren von allen 25 EU-Staaten in nationales Recht umgesetzt werden.

Der Richtlinie liegt eine Liste unlauterer Geschäftspraktiken zu Grunde, die künftig in allen Mitgliedstaaten untersagt sind. Dazu gehören irreführende Angaben wie die Behauptung, "dass ein Produkt von einer öffentlichen oder privaten Stelle bestätigt, gebilligt oder genehmigt worden sei, obwohl dies nicht der Fall ist". Als unlauter gilt unter anderem auch die falsche Behauptung, ein Angebot sei nur begrenzt verfügbar. Aggressive Praktiken im Zusammenhang mit vermeintlichen Preis-Verlosungen sind ebenso wenig erlaubt. (APA/dpa)

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