Duett von Banken und Versicherern

2. Mai 2005, 12:43
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Generali braucht Vertriebspartner - Kooperationen von Banken und Versicherungen stehen europaweit hoch im Kurs

Wien – Kooperationen von Banken und Versicherungen stehen europaweit hoch im Kurs. Paradebeispiel in Österreich: Wiener Städtische und Erste Bank, die eng, aber ohne Kapitalverflechtung, miteinander arbeiten.

Genau da hakt es bei den Geschäften der Generali, die im Vertrieb dringend nach Partnern sucht. Derzeit arbeitet die Generali lediglich mit der Drei-Banken-Gruppe (Oberbank, BTV, BKS) zusammen. Und die haben, so Generali-Chef Karl Stoss, "relativ wenig Outlets". Die Raiffeisen Landesbank OÖ samt den Hypos in Oberösterreich und Salzburg hätten den Nachteil, dass sie "regional begrenzt sind".

Feste Bindungen

Alle anderen Banken sind bereits fest mit Versicherungen verbandelt. Stoss: "Raiffeisen kann ich ausschließen, die Sparkassen sind mit der Städtischen zusammen. Die BA-CA hat mit der Städtischen eine Exklusivvereinbarung. Zudem hat die BA-CA-Mutter HVB als größten Aktionär die Münchner Rück. Bleiben die Volksbanken als flächendeckende Institute; und die haben die Victoria-Versicherung".

Die Generali Holding Vienna ist hinter Allianz, Städtischer und ING die viertgrößte Versicherungsgruppe in den CEE-Ländern. Das Prämienaufkommen im Konzern lag 2004 bei 2,6 Mrd. Euro. Für heuer prognostiziert Stoss ein Prämienplus von vier Prozent. Das Konzernergebnis von zuletzt 130 Mio. Euro soll heuer um fünf bis sechs Prozent zulegen. (cr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23./24.4.2005))

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