Fondsmanager halten sich mit Aktienverkäufen zurück

26. Mai 2005, 19:53
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Laut Umfrage kaum Veränderungen in Portfolios im März

Frankfurt - Angesichts der Hängepartie an den Märkten haben Anlageexperten im März kaum etwas in ihren Portfolios geändert. Für die Zukunft äußern sich die Fondsmanager zurückhaltend, nachdem die jüngsten Wirtschaftsdaten aus den USA die Anleger verunsichert und die Märkte auf Talfahrt geschickt hatten.

"Bei Aktien müssen sich Anleger auf eine neue Situation einstellen nach dem jüngsten Warnschuss. Die Situation in den USA scheint sich eingetrübt zu haben", sagte Jean-Claude Wolferstätter, Portfoliomanager bei der Fondsgesellschaft Activest, mit Blick auf die zuletzt etwas schwachen Konjunkturindikatoren aus der weltgrößten Volkswirtschaft.

Im März war der Deutsche Aktienindex (Dax) zwar auf ein Rekordhoch bei rund 4.435 Zählern geklettert, hatte dann aber wieder an Wert eingebüßt. Am vorigen Freitag hatten dann enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den USA eine deutliche Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten ausgelöst.

Trotz Risikofaktoren optimistisch

Die Anlageexperten der Fondsgesellschaft Frankfurt-Trust sind trotz einiger Risikofaktoren wie dem hohen Ölpreis weiter optimistisch für Aktien gestimmt. "Die Bewertungsunterschiede zwischen Renten und Aktien sprechen zur Zeit noch immer für Dividendentitel", urteilten sie in einem Marktkommentar. "Insbesondere den europäischen Aktienmarkt halten wir für günstig bewertet."

Der durchschnittliche Anteil an Aktien in den Portfolios legte im März moderat zu auf 52,96 Prozent von 52,80 Prozent im Februar. Damit stieg die Quote an Dividendenpapieren auf den höchsten Stand seit März vorigen Jahres. Der Anteil an Festverzinslichen bewegte sich dagegen mit 32,14 Prozent auf dem niedrigen Niveau des Vormonats von 32,04 Prozent. Noch im November hatten Renten knapp 40 Prozent in den Portfolios ausgemacht. Der Cash-Anteil fiel leicht auf 14,90 Prozent von 15,14 Prozent im Vormonat. (APA/Reuters)

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